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Der gruuna-Blog

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Pappel
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11.10.2012, 15.28 Uhr

Darf’s Dämmung sein, stopf Pappel rein!

Jeder kennt die üblichen Dämmungsmaterialien wie Kork, Holzwolle, Glaswolle oder Steinwolle, dabei ist die Naturfaser Pappelflaum aktuell nicht nur in der Diskussion, sondern verbreitet schon im Einsatz. Was ist Pappelflaum, welche Verwendung und Eigenschaften hat er?

Allgemein ist der Name abgeleitet von den Samenfasern der Pappelfrüchte. Die Samen dieser Früchte bestehen aus extrem feinen Hohlfasern, sie weisen eine hohe Wärmeisolation sowie sehr gute Fähigkeiten zur Wasserdampfaufnahme und -abgabe auf. Man sagt, dass der Pappelflaum die feinste Naturfaser der Welt sei. Eine Pappel produziert durchschnittlich 1,25 Kilogramm Pappelflaum pro Jahr. Die Faser lässt sich nicht nur als Dämmmaterial einsetzen, sondern eignet sich ebenso gut als Füllung für Bettwaren. Pappelflaum hält die Wärme nachweislich besser als Daunen und ist zudem eine extrem leichte Naturfaser. Dabei genügt der durchschnittliche Ertrag einer Pappel, um drei Bettdecken zu füllen. Der Erlös aus Pappelflaum übersteigt mit 100 Euro pro Kilogramm bei Weitem die Preise von Daunen und Kaschmirwolle. Die Erntezeit liegt in Deutschland zwischen Juni und September, dabei ist in geschlossenen und fruchtintensiven Beständen mit 200 Kilogramm Pappelflaum pro Jahr und Hektar zu rechnen.

Zudem sei zu erwähnen, dass die Erzeugnisse aus weiblichen Pappelbäumen sehr gut für Allergiker geeignet scheinen. Die männlichen Pappelbäume erzeugen den typischen weißen Pollen, welche im Frühjahr durch die Lüfte tanzen, bei diesem Spektakel befruchten diese wiederum die weiblichen Blüten. Am Ende entstehen dabei die eigentlichen Pappelfrüchte. Die männlichen Pappelbäume unterscheiden sich chemisch von den weiblichen, da sie allergisch relevante Proteine enthalten. Die weiblichen Pappelbäume hingegen bestehen in ihren Samenfasern aus harmloser Zellulose. Da sich der männliche Pollen während der Befruchtung verändert, ist es fast unmöglich, dass jemand gegen Pappelpollen und -samenfasern gleichzeitig allergisch ist. Gewinnt man nun die Fasern aus den weiblichen Pappelbäumen, so ist die Allergiegefahr sehr gering.

Was ist dazu noch zu sagen? Es scheint, als gebe es eine gute Alternative gegenüber anderen allergiefreien Bettfüllungen, welche dazu noch Ertrag bringend und nachhaltig sind. Das Holz der Bäume wird zum Bau von Kisten und die Blätter als Tierfutter verwendet. Somit ist der Pappelbaum wirtschaftlich vielseitig einsetzbar.
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