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Der gruuna-Blog

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403 mal angesehen
20.12.2012, 15.19 Uhr

Schenkelbrand – Eine Qual für das Tier?

Vor ca. 200 Jahren wurde das Brandzeichen auf dem Schenkel des Pferdes zur Kennzeichnung der eigenen Herde verwendet. Einige Kritiker, unter anderem der Tierschutzverband, halten diese Prozedur für Tierquälerei und für nicht mehr zeitgemäß. Man spricht von einer bis in die Unterhaut gehende Verbrennung mit einer verbleibenden Narbe. Laut der medizinischen und biologischen Definition handelt es sich um eine Schmerz und Schaden verursachende Gewebezerstörung.

Das Brandzeichen soll nun durch einen Erkennungs-Chip ersetzt werden, dieser sei viel zuverlässiger und zudem schmerzfrei. Aufgrund der kontrovers geführten Diskussionen zum Thema “Schenkelbrand bei Pferden” begann der weltweit anerkannte Fachtierarzt und Pferdespezialist Dr. Karl Blobel eine Studie zur Untersuchung der vermeintlichen Stresssituation beim Brennen. Dabei untersuchte er die körperlichen Werte der Fohlen und dokumentierte seine Arbeit durch reichhaltiges Videomaterial, welches die Tiere beim Brennvorgang zeigt. In den Videos ist zu sehen, dass es kaum einer Anstrengung bedarf, die Tiere während des nur Sekunden andauernden Vorgangs ruhig zu halten. Die Tiere zeigen kaum eine Reaktion und bleiben dabei ruhig und gelassen. Der Ansatz des Eisens wird dabei unter einer Sekunde gehalten. Ein weiterer Kritiker gegen das Schenkelbrand-Verbot ist der erfolgreiche deutsche Vielseitigkeitsreiter Hinrich Romeike. Seine Hauptaussage zu der Thematik ist, man dürfe hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, da unser Schmerzempfinden und Schmerzverständnis ein anderes sei als das der Tiere. Beobachtet man die Pferde auf der Weide, so kann man oft sehen, wie stark sie sich dabei kneifen. Man selbst traut seinen Augen kaum, die Pferde stört das jedoch gar nicht, es ist eher spielerisch.

Was sagt eigentlich die Koalition zu der Thematik? Die CDU/CSU lehnt den Antrag der Grünen klar ab: “Für die Unionsfraktion im Bundestag ist der Tierschutz keine Frage von Details, sondern ein fortlaufender Gesamtauftrag. Deshalb lassen wir uns auch keine Detailänderung im Tierschutzgesetz aufdrängen. Wer die Gesamtheit der Tierschutz- und Haltungsbedingungen außer Acht lässt, verursacht oft mehr Leid bei den Tieren als er zu vermeiden glaubt.“ Der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) sagt, dass der Schenkelbrand unverwechselbar, weltweit kompatibel und für jeden Laien ohne Hilfsmittel effektiv zu lesen ist. Zudem sei er eine Tradition und als Markenzeichen weltweit bekannt. Was halten Sie davon? Soll man den Schenkelbrand verbieten und wenn ja, wieso?

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Kommentare

22.12.2012 07:43 agricultur
Würde es dir gefallen ein Brandzeichen auf dem Schenkel zu bekommen?
22.12.2012 16:58 Notill
hm.. es gibt leute die zahlen für Branding, Tatoo oder Piercing...
abgesehen davon...
Unser Tierarzt findet den Chip bei Katzen sinnlos, weil ja niemand ein lesegerät hat, darum werden die Katzen ohne Tätowierung meist einfach von sog. Tierrettern entführt und von den Vermittlungsstellen als hehler weitervermittelt.... Zuhause heulen derzeit die kinder, weil die Katze nicht mehr kommt....
Ich hab noch bei keinem Pferdemarkt einen Chipskanner gesehen, um die identität eines Pferdes zu prüfen... Ihr?
22.12.2012 22:59 Susanne1
agricultur schrieb:
Würde es dir gefallen ein Brandzeichen auf dem Schenkel zu bekommen?

willst du, dass dir jemand einen Transponder (Chip)intramuskulär in der Mitte der linken Halsseite (in den Musculus rhomboideus) oder im mittleren Halsdrittel des Nackenband-Kammfell-Bereiches implantiert??? Und das mit einer nicht zu verachtenden Kanülengrösse??
03.01.2013 18:58 Kopov85
Susanne1 schrieb:
willst du, dass dir jemand einen Transponder (Chip)intramuskulär in der Mitte der linken Halsseite (in den Musculus rhomboideus) oder im mittleren Halsdrittel des Nackenband-Kammfell-Bereiches implantiert??? Und das mit einer nicht zu verachtenden Kanülengrösse??

Mir wäre ein Chip lieber als so ein Branding
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