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Der gruuna-Blog

(440 Einträge)

Ökologisch?
254 mal angesehen
12.01.2013, 11.22 Uhr

EU-Förderungen: Es steht viel auf dem Spiel

EU-Agrarkommissar Dacian Cioloș hatte eine Idee, die europaweit eine heftige Diskussionswelle auslöste, so auch in Deutschland. „Wer ab 2014 noch EU-Förderungen erhalten will, muss mehr für die Umwelt tun“, prognostiziert der parteilose Rumäne. „Greening“ (dt. Begrünung) ist das Schlagwort, das die EU in die Runde warf. Darunter ist die Ökologisierung der Landwirtschaft zu verstehen, also im Prinzip: kein Bio – kein Geld.

Man muss dennoch differenzieren. Nur langsam sickern Informationen durch, welche Anforderungen die landwirtschaftlichen Betriebe erfüllen müssen, um für die Europäische Union als ökologischer Betrieb zu gelten und weiterhin Anspruch auf Subventionen zu haben.

Ein Vorschlag lautet zum Beispiel, dass Landwirte aus einem Katalog zwei Maßnahmen auswählen können. Diese können sich beispielsweise auf Klima-, Erosions-, Wasser- oder Naturschutz beziehen. Außerdem müsse jeder Betrieb sieben Prozent an ökologischer Fläche nachweisen. Auch ein Grünlandumbruchverbot sei geplant, hört man aus EU-Kreisen. Diese Flächen dürften dann nicht mehr in Ackerflächen umgewandelt werden.

Derzeit werden in Deutschland jährlich 5,4 Millionen Euro ausbezahlt und errechnen sich aus zwei Säulen, zum einen dem Europäischen Garantiefond für Landwirtschaft (EGFL), zum anderen dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER). Der ELER soll im Zuge der Umstellung um 20 Prozent aufgewertet werden, was eine Minderung des EGFL bedeuten könnte, so die Angst der deutschen Landwirte.

Grundsätzlich solle das Greening-Programm die Zukunft des ländlichen Raumes sichern. Die Landwirtschaft müsste dabei über die Lebensmittelerzeugung hinaus Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten erschließen und gleichzeitig Kultur, Umwelt und das Erbe des ländlichen Raumes bewahren, was Landwirte ja seit jeher ohnehin machen.
„Die Pläne der EU, Flächen stillzulegen, laufen der wachsenden Nachfrage nach Lebensmitteln und Rohstoffen entgegen. Vor allem die großen Betriebe in Ostdeutschland würden davon benachteiligt“, so Udo Folgart (SPD), Vizepräsident des Deutschen Bauernverbands, gegenüber der Deutschen Presseagentur dpa.

Inzwischen teilte Agrarkommissar Cioloș in einer Pressekonferenz mit, dass 2014 zu einem Übergangsjahr gemacht und die Greening-Pläne ab 2015 endgültig greifen sollen. gruuna.com bleibt dran.

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Kommentare

12.01.2013 13:07 Darky
ich finde die geschichte um GAP wird grundsätzlich zu negativ gesehen....
wen ich als landwirt einen grundbetrag bekommt für die einhaltung der guten fachlichen praxis und als "zuckerl" noch einen bonus für gewisse extraleistungen für natur u umwelt...dann ist das doch grundsätzlich nicht falsch.... wenn mehr mäuler weniger geld teilen müssen - dann ist es absehbar das es eher weniger wird...warum soll man also nicht das stärker honorieren was der steuerzahler als wichtig erachtet?
12.01.2013 18:37 Knecht2
Die EU will ja eher die Landwirtschaftliche Vielfalt fördern.Und da fallen weniger die Ostdeutschen Großbetriebe mit ihrer Monokultur drunter!
Die Vielfalt bringt allen was!
Bessere Produkte,mehr Artenvielfalt dadurch auch mehr für den Umweltschutz und Flora und Fauna.
12.01.2013 18:41 Llanes
Knecht2 schrieb:
Die EU will ja eher die Landwirtschaftliche Vielfalt fördern.Und da fallen weniger die Ostdeutschen Großbetriebe mit ihrer Monokultur drunter!
Die Vielfalt bringt allen was!
Bessere Produkte,mehr Artenvielfalt dadurch auch mehr für den Umweltschutz und Flora und Fauna.


Moin,

beim Großteil der ostdeutschen Betriebe gibt es keine Monokultur. die pflegen die landschaft schon seit jeher und sorgen für vielfalt auf den feldern und bieten nebenher noch arbeitsplätze. ausnahmen bestätigen die regel.
hört bitte auf größe mit umweltzerstörung gleichzusetzen, das wird langweilig.
12.01.2013 19:32 Knecht2
Llanes schrieb:
Moin,

beim Großteil der ostdeutschen Betriebe gibt es keine Monokultur. die pflegen die landschaft schon seit jeher und sorgen für vielfalt auf den feldern und bieten nebenher noch arbeitsplätze. ausnahmen bestätigen die regel.
hört bitte auf größe mit umweltzerstörung gleichzusetzen, das wird langweilig.


Wer die Warheit als langweilig empfindet hat da was falsch interpretiert!
Das sie Nebenbei noch Arbeitsplätze bieten,lassen die sich ja auch gut Bezuschussen.
Die Kleinbauern die von den Subventionen kaum profitieren (was ursprünglich für die gedacht war) tragen mehr für die Landschaftspflege und die Vielfalt bei!

12.01.2013 19:58 Llanes
ich flehe dich an, beschäftige dich biiiitte erstmal ein bisschen mit den strukturen, die dort zu finden sind und lass dich nicht von irgendwelchen grünen "politikern" einlullen...das ist ja nicht auszuhalten -.-
guck dir an, wie breit viele dieser betriebe aufgestellt sind, wie sie landschaftspflege betreiben auf extensivflächen und was für fruchtfolgen sie haben. teilweise noch direktvermarktung, hofschlachtereien, ausbildung von jungen leuten und erhalten von arbeitsplätzen...mir gehts ja nicht darum, die kleinen betriebe schlecht zu machen, aber ich finds zum kotzen, wenn die großbetriebe in schubladen gesteckt werden, in die sie nicht gehören! das ganze fernab von agrarsubventionen. mir gehts um den wert der betriebe für die umwelt.
13.01.2013 11:33 Darky
Llanes schrieb:
ich flehe dich an, beschäftige dich biiiitte erstmal ein bisschen mit den strukturen, die dort zu finden sind und lass dich nicht von irgendwelchen grünen "politikern" einlullen...das ist ja nicht auszuhalten -.-
guck dir an, wie breit viele dieser betriebe aufgestellt sind, wie sie landschaftspflege betreiben auf extensivflächen und was für fruchtfolgen sie haben. teilweise noch direktvermarktung, hofschlachtereien, ausbildung von jungen leuten und erhalten von arbeitsplätzen...mir gehts ja nicht darum, die kleinen betriebe schlecht zu machen, aber ich finds zum kotzen, wenn die großbetriebe in schubladen gesteckt werden, in die sie nicht gehören! das ganze fernab von agrarsubventionen. mir gehts um den wert der betriebe für die umwelt.


dazu will ich folgendes sagen:
1. schafft ein familienbetrieb genau so viel - wenn icht sogar mehr arbeitsplätze pro ha fläche...zwar nicht direkt aber doch indirekt beim vorgelagerten u nachgelagerten bereich (landhandel, werkstatt, lohnunternehmen...) ...wir wissen ja das die kosten pro ha höher sind in kleineren strukturen...und genau dahin fließt das geld nunmal....
2. der großteil der lpg nachfolger hat pro ha bewirtschafteter fläche sicherlich weniger landschaftselemente usw als ein kleinerer familienbetrieb....
15.01.2013 16:47 Heiliger_Aloisius
[quote]Darky schrieb:
dazu will ich folgendes sagen:
1. schafft ein familienbetrieb genau so viel - wenn icht sogar mehr arbeitsplätze pro ha fläche...zwar nicht direkt aber doch indirekt beim vorgelagerten u nachgelagerten bereich (landhandel, werkstatt, lohnunternehmen...) ...wir wissen ja das die kosten pro ha höher sind in kleineren strukturen...und genau dahin fließt das geld nunmal....

Genau so ist es.

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