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Der gruuna-Blog

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Alpaka Hanf
175 mal angesehen
31.01.2013, 13.05 Uhr

Agrar alternativ: so geht’s auch

Wenn man an Landwirtschaft in Deutschland denkt, assoziiert man diese meist mit Kühen, goldenen Weizenfeldern und grünen Wiesen. Dass es auch anders geht, zeigt gruuna.com anhand von Beispielen.

Hanf: Pflanze mit Imageproblem
Wer Hanf hört, denkt zuerst mal an Rauschgift, an verbotene Substanzen. Doch die Pflanze, die zu den ältesten Zier- und Nutzpflanzen der Welt zählt, hat mehr zu bieten, vor allem legale Anwendungen. Hanf, der ursprünglich aus Zentralasien kommt, bietet Fasern für Kleidung genauso wie Inhaltsstoffe für Öle. Die Papierindustrie nutzt ihn für exklusive Edelpapiere, auch Bau- und Dämmstoffe werden aus Cannabis, wie er botanisch heißt, hergestellt.
Ein anbauender Betrieb ist beispielsweise in Brandenburg zu finden. In der Hanffabrik Uckermark wird auf 700 ha Faserhanf angebaut und zu allem verarbeitet, was das Herz der Fans der unterschätzten Pflanze begehrt. Europäischer Nutzhanf darf seit 1996 legal angebaut werden, da er keine berauschenden Mittel enthält. Er ist auch ein Schnellwachser, an sonnigen Tagen wächst er bis zu 7 Zentimeter, 100 Tage nach der Aussaat erreicht die Pflanze eine Höhe von bis zu 4 Metern.
Weitere Infos: www.hanffaser.de

Alpakas: soziale Wollgeber
Ihren Ursprung auf der anderen Seite der Welt, nämlich in Südamerika, haben die Alpakas. Die Unterart des Kamels stammt aus dem Gebirgszug der Anden und fasst in Deutschland erst langsam Fuß, rund 13.000 gibt es momentan in der Bundesrepublik. Die Tiere werden vorwiegend zur Produktion von Wolle genutzt. Die Alpaka-Faser weist 22 natürliche Farbtöne und bis zu 60 Farbschattierungen auf. Somit ist sie in der Modeindustrie sehr begehrt und gilt aufgrund des überschaubaren Tierbestands und der langsamen Vermehrung als Luxusprodukt. Wegen ihres sanften Gemüts werden die Einwanderer auch als Therapietiere genutzt. Eine Übersicht über die Zucht in Deutschland gibt es beim Alpaka Zucht Verband Deutschland e. V.

Bisons: Riesen aus vergangener Zeit
Um Bisons zu begegnen, muss man keine Zeitreise in den Wilden Westen unternehmen. Deren europäische Unterart, die Wisents, erfreuen sich bester Gesundheit und immer mehr Beliebtheit als Fleisch und Milchlieferant. Das Fleisch ist aufgrund des geringen Fettgehaltes als bewusste Alternative ins Auge zu fassen und wegen seiner Zartheit bei Gourmets sehr beliebt.
Weitere Infos: www.bison-zuchtverband.de

Baden-Vietnamberg: Reis vom Kaiserstuhl
Dass die Badener immer einen Tick anders sein wollen, ist wohl hinlänglich bekannt. 2009 startete in Eichstetten am Kaiserstuhl ein bislang einzigartiges Projekt in Deutschland, der Anbau von Reis. Was braucht man dazu? Viel Sonne, in der wärmsten Region Deutschlands vorhanden, viel, ja sehr viel Wasser, das Feld wurde geflutet, und einschlägige Erfahrung, Initiatoren sind die aus Pakistan stammenden Eichstetter Maaz Ullah Bhatti und Aman Ullah Bhatti. Mit dabei ist auch der Biologe Thomas Gladis. „Es hat zwar in Deutschland schon Freiland-Versuche gegeben, unsere Gegend bietet aber die richtigen Bedingungen”, ist Maaz Bhatti überzeugt. Inzwischen wurde ein größeres Grundstück zum Fluten gefunden. Wir sind gespannt, ob bald deutscher Reis in den Supermarkt-Regalen zu finden ist.
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