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Der gruuna-Blog

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Fütterung Grafik Futteranalyse
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12.02.2013, 14.25 Uhr

Futteranalyse: Richtige Interpretation

Die Futteranalyse ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Bewertung der Fütterung. Die Futterkosten in der Milchviehhaltung betragen immerhin 50 Prozent der gesamten variablen Kosten.

Mischproben sollen aus sechs bis acht Einzelproben von unterschiedlichen Stellen und Schichten genommen werden, wobei Oberflächen und Randschichten zu vermeiden sind, da diese aufgrund von höheren Nährstoffverlusten die Ergebnisse verfälschen können. Die erforderliche Probenmenge beträgt bei Trockenfutter 0,5 kg und bei Saftfutter (Silagen, Grünfutter etc.) 1,5 kg. Für Silageproben sollte ein geeigneter Probebohrer verwendet werden, Saftfutterproben müssen, um ein repräsentatives Ergebnis zu erlangen, aufgrund ihres hohen Wassergehaltes luft- und lichtgeschützt verpackt werden. Dazu eignen sich am Besten Tiefkühlsäcke, aus denen die Luft mit einem Staubsauger entzogen wird, für Trockenproben genügen Papiersäcke.

Welche Untersuchungen sind zu empfehlen?

Die Grundanalyse (Weender- oder Konventionsanalyse), bestehend aus Trockenmasse (TM), Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche und Energie ermöglicht die Einschätzung der Futterqualität und dient der Grundlage für Rationsberechnungen. Für intensivere Betriebe ist auch eine Analyse der Kohlenhydratfraktionen sinnvoll.

Mengenelementanalyse (Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium und Natrium) ermöglichen die Durchführung exakter Mineralstoffbilanzen.

Spurenelementanalyse (Eisen, Kupfer, Zink, Mangan) wird in erster Linie bei Problembetrieben eingesetzt.

Gärqualitätsanalysen dienen zur Kontrolle der Gärqualität (Gärbedingungen) und lassen einen Rückschluss auf die Silagestabilität zu.

Mikrobiologische Untersuchungen sind zu empfehlen, wenn aufgrund der Sensorik (Geruch und Aussehen der Grund- bzw. Kraftfutterproben) ein Verdacht auf futterhygienische Mängel (Schimmelpilze und/oder Hefepilze) besteht.

Analyse-Beurteilung

Die wichtigsten Werte sind die Trockenmasse sowie der Eiweiß- und der Energiegehalt. Die TM beispielsweise ist ein wichtiger Parameter für die Lagerungsfähigkeit von Heu bzw. die Silierfähigkeit von Silagen. Daher wird bei Futtermitteln neben der Frischemasse (FM) auch der Trockenmasse-Anteil ermittelt. Fertiges Heu soll mindestens 85 Prozent TM aufweisen. Bei Nichtbeachtung besteht die Gefahr von mikrobiellem Futterverderb bis hin zu Heubrand. Bei Grassilagen ist ein TM-Anteil von 30 bis 40 Prozent optimal, bei Maissilagen soll ein Wert zwischen 28 und 33 Prozent angestrebt werden. Höhere Anteile an Trockenmasse bewirken eine Abnahme der Nährstoffverdaulichkeit und mehr Risiko für die Futterhygiene, daraus können sich Verpilzungen ergeben.

Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem Tierarzt.
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