Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Der gruuna-Blog

(440 Einträge)

Mais
66 mal angesehen
05.03.2013, 13.40 Uhr

Jetzt auch noch Giftmais

Als ob nicht deklariertes Pferdefleisch in Fertignahrung und falsch etikettierte „Bio-Eier“, die gar keine sind, nicht schon genügen würden. Jetzt tauchte auch noch mit Schimmelpilzgift verseuchter Futtermais auf.

Von dem aus Serbien importierten Tierfutter sind mehr Betriebe betroffen, als anfangs angenommen. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erhielten nach Behördenangaben 4.600 Betriebe verdächtiges Futtermittel. In Milchproben wurde bisher allerdings keine Überschreitung des Grenzwertes für das als krebserregend geltende Aflatoxin festgestellt. Aflatoxine sind in der Natur vorkommende Pilzgifte, die in Getreide und Mais vorkommen können. Wie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) in einer Aussendung mitteilte, wurde in Niedersachsen bereits der größte Teil der betroffenen Ware sichergestellt und die Verfolgung der bereits zu Futtermittel verarbeiteten Rohstoffe eingeleitet. Nach Erkenntnissen der Behörden gingen nicht nur Lieferungen an Landwirte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, sondern auch an Betriebe in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie in den Niederlanden.

Bereits im Herbst des Vorjahres gingen Warnungen über erhöhte Aflatoxin-Werte in Futtermais aus verschiedenen EU-Staaten ein, heißt es vonseiten des BMELV. Daraufhin habe man im Oktober bereits die Länderbehörden und Wirtschaftsverbände hingewiesen und um erhöhte Wachsamkeit gebeten.

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will die Tierfutter-Kontrollen nun verschärfen. Die Kosten dafür sollen auf die Hersteller umgelegt werden, da deren Kontrollen gänzlich versagt hätten, so Aigner.
Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

05.03.2013 20:21 Notill
ich wette das der verursachende Konzern schadlos aus der misere herausgeht und wir Landwirte wieder mal die zeche bezahlen müßen.
Eigentlich sollte diesem Konzern der Handel und die Verarbeitung von Landwirtschaftlichen Produkten untersagt werden, denn es wird sich wohl kaum einer vorstellen können, das die Verantwortlichen nicht wusten was die da verarbeitet haben, bzw. was dort eingekauft wurde. Einem Landwirt der vorsätzlich sowas verfüttert würde man wohl ein Tierhaltungsverbot auferlegen, oder gar ein Berufsverbot. Hier wird wieder mal nix passieren, mit verweiß auf Arbeitsplätze... nun... diese Arbeitsplätze könnte ja eine seriöse Firma auch stellen, wenn sie die Kunden übernimmt.
08.03.2013 17:53 Josef8
Tja unser guter Mais der bestens zu kontrollieren ist kommt halt lieber in die Güllegrube und wir produzieren Biogas damit. Leider bekommen wir und die Tiere das was in Europa übrigbleibt. Mal sehn wie lang es geht bis wir mal wieder die Nahrungsmittel an erste Stelle bekommen. Leider werden alle jammern und nach Kontrollen schimpfen, aber kapieren wills wohl keiner!!!
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang