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Der gruuna-Blog

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Waldarbeiter
238 mal angesehen
14.03.2013, 10.43 Uhr

Aktiv gegen illegalen Holzeinschlag: Kompetenzzentrum eröffnet

Ein Problem scheint im Griff zu sein. Seit 4. März ist die EU-Handelsverordnung gegen Holz aus illegalen Quellen in Kraft. Sie verbietet den Handel mit Hölzern, die beispielsweise aus den Regenwäldern kommen, innerhalb der Europäischen Union. Möbel, Bahnschwellen und Pfeifen brauchen also künftig einen Reisepass.

Im Zweifelsfall soll das neu eröffnete Kompetenzzentrum des Bundesforschungszentrums für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (Thünen-Institut) in Braunschweig, das zum Bundeslandwirtschaftsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gehört, die Herkunft von eingereichten Hölzern herausfinden. „Deutschland ist Vorreiter bei einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung”, so Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner bei der Eröffnung. Das Thünen-Kompetenzzentrum setzt dort an, wo Papiere und Stempel nicht mehr genug Sicherheit bieten und bestimmt Holzart und Herkunft. Eine zweifelsfreie Bestimmung ermöglicht auch die strafrechtliche Verfolgung derjenigen, die vom Handel mit illegal eingeschlagenem Holz profitieren und schützt so die ehrlichen Holzhändler vor unfairer Konkurrenz.

Das Kompetenzzentrum nutzt eine der weltweit größten Holzsammlungen mit mehr als 35.000 Mustern und 50.000 mikroskopischen Präparaten. Rund 400 Anfragen werden derzeit bearbeitet und über 1000 Proben untersucht. Neben öffentlichen Stellen und Holzhändlern können auch Privatpersonen Proben einreichen. Das Thünen-Institut schätzt, dass 7 bis 17 Prozent der nach Deutschland eingeführten Hölzer illegal sind. Dieses Holz stammt von gefährdeten und geschützten Arten, aus Schutzgebieten oder nicht genehmigter Nutzung.

Deutsches Holz statt Regenwald
Wer ganz sicher gehen will, dem steht immer noch die Forstwirtschaft zur Verfügung. Der deutsche Holzmarkt hat echte Alternativen zu exotischen Zierhölzern zu bieten. Zum Beispiel kann Eiche Mahagoni und Co. durchaus Paroli bieten und das gleich in zweifacher Hinsicht. In Sachen Robustheit kann die Mutter aller deutschen Bäume von keinem anderen Holz geschlagen werden und durch die Maserung und die Holzfarbe entspricht sie ebenfalls den Wohntrends. Also, warum in die Ferne schweifen?
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Kommentare

14.03.2013 12:15 Notill
Das wird IKEA nicht groß kratzen... die russischen Wälder, sind sauber aus dem Text herausgehalten worden.
So können weiterhin Möbel unter dem Wert vom Holz verkauft werden.
14.03.2013 12:52 gruuna
Hallo Notill,

wir sind mit dem Artikel ins Thema, das bei der Durchschnittsbevölkerung relativ unbekannt ist, eingestiegen. Die Berichterstattung ist von unserer Seite aus sicher noch nicht beendet. Die Russland-Sache werden wir demnächst in einem gesonderten Artikel behandeln.
14.03.2013 13:15 Notill
ich wollte euch nicht kritisieren.... war eher eine spontane Unmutsäusserung.
Der Schaden durch einfuhren von nicht zertifiziertem Holz aus Russland ist für den markt deutlich höher als die paar Möbel aus illegalem Tropenholz.
Einen Einschlag wird es nicht verhindern, da diese Mäbel dann eben andere Märkte finden werden.
14.03.2013 19:35 Waldschrat
"Aktiv gegen Holzeinschlag: Kompetenzzentrum eröffnet"
das wird forstwirte und waldbauern aber nicht freuen...
bin irgendwie über diese überschrift gestolpert, kann es sein, dass ihr"aktiv gegen illegalen holzeinschlag" schreiben wolltet?
15.03.2013 08:10 gruuna
Hallo Waldschrat,

ja natürlich. Da hat sich wohl der Fehlerteufel eingeschlichen. Sorry.
Dein gruuna-Team
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