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Der gruuna-Blog

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Nahrungsmittelspekulation
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30.03.2013, 10.23 Uhr

Nahrungsmittelspekulation: Handel ohne Produkte

Spekulation ist der allgemeine Ausdruck für den Handel mit Aktien, Devisen, Wertpapieren, Derivaten usw. Das System ist einfach: Es werden Werte angekauft und nach einer Wertsteigerung zu einem höheren Preis verkauft. Um das Gleiche geht es auch bei der Spekulation mit Nahrungsmitteln. Für die Nahrungsmittelspekulanten sind Derivate interessant. Derivate sind nichts anderes als Verbindlichkeiten, also Verträge zwischen zwei Parteien, einen oder mehrere Vertragsgegenstände zu festgelegten Bedingungen in der Zukunft zu kaufen, verkaufen oder zu tauschen, beziehungsweise alternativ Wertausgleichszahlungen zu leisten. Gehandelt werden an den internationalen Warenterminbörsen (WTB), wie in London, Chicago oder Frankfurt beispielsweise Weizen, Kaffee, Zucker aber auch Schweinehälften, das alles aber nur auf dem Papier.

Den Preis bestimmen Angebot und Nachfrage, wobei, wenn man „aufs falsche Pferd setzt”, auch Verluste möglich sind, die man, wenn man den nötigen finanziellen Hintergrund hat, natürlich auch halten und auf eine erneute Wertsteigerung hoffen kann. Grund für steigende Preise können zum Beispiel schlechte Ernten, Wetterereignisse oder steigende Erdölpreise, welche die Transportkosten beeinflussen, sein. Gegenteilige Situationen sind die Gründe für eine Preissenkung.

Kritik am Börsenhandel mit Grundlebensmitteln
„Nichts ist so entwürdigend wie Hunger, besonders wenn er von Menschenhand verursacht ist.” Das sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon im Jahr der ersten weltweiten Nahrungsmittelkrise 2008. Die Organisation Foodwatch veröffentlichte nun Forschungsergebnisse der Deutschen Bank und der Allianz Versicherung, aufgrund derer sie die Spekulanten für den Welthunger verantwortlich macht. Die beiden Herausgeber der Studien wehren sich vehement gegen die Interpretation von Foodwatch. Laut der „Lebensmittelbeobachter” würden Spekulanten die Nahrungsmittelpreise weltweit künstlich in die Höhe treiben, sodass sich die Länder in der sogenannten „Dritten Welt“ Nahrungsmittel gar nicht mehr leisten können.

Lesen Sie an den nächsten zwei Samstagen auf gruuna.com alles über Für und Wider der Nahrungsmittelspekulation.
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