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Der gruuna-Blog

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Schweinestall
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11.05.2013, 10.12 Uhr

Wie viel Wider gibt es für Massentierhaltung?

Für den Konsumenten ist im Lebensmittelbereich eines der abschreckendsten Worte „Massentierhaltung”. Aber bedeutet Massentierhaltung immer „geht gar nicht“ oder ist das die Landwirtschaft der Zukunft? Leiden Tiere zwangsläufig in einem großen Betrieb? Im April brachte der WDR eine Sendung aus der Reihe „Gegen den Strich“, die sich genau mit dieser Thematik beschäftigte.

Wir leben in einer gesundheitsbewussten Trendgesellschaft, die von Medien gesteuert wird. „Bio” ist in, aber sind landwirtschaftliche Produkte aus biologischer Produktion zwangsläufig besser und gesünder? Diese Frage stellen sich inzwischen auch Experten. Beim Bewusstsein, dass Tiere Medikamente bekommen, löst bei Konsumenten, die oft auf ihr Halbwissen angewiesen sind, ein gewisses Naserümpfen aus. Da stellt sich die Frage: „Werden Tiere, die in einem ökologischen Betrieb aufwachsen, nicht krank?” Der Hausverstand sagt „Humbug”, verschiedene Tierschutzorganisationen propagieren Verschwiegenheit dazu. Sie müssen ja irgendwie ihre Existenz rechtfertigen. Dabei verlangen sogar die Tierschutzgesetze eine medikamentöse Behandlung.

Natürlich ist es notwendig, dass Agrarbetriebe auch auf die Lebensqualität, die den Nutztieren geboten wird, kontrolliert werden. Das Image von Ställen, in denen viele Tiere leben, wurde allerdings von einigen wenigen schwarzen Schafen der Branche kaputtgemacht. Deswegen kann aber nicht sein, dass das Thema nur in schwarz oder weiß betrachtet wird. „Der Wohlfühlfaktor für die Tiere und die Haltungsbedingungen haben absolut nichts mit der Größe eines Betriebes zu tun.”, betonte Jürgen Paffen, Mitbegründer der Initiative „Heimische Landwirtschaft” im März in einem Interview gegenüber gruuna.com. Der Landwirt erklärte, dass es durchaus üblich sei, dass ein Bauer Betriebe von Landwirten, die ihre Landwirtschaft aufgeben, übernimmt. So seien zum Beispiel 200 Schweine in drei Ställen nicht mehr im Besitz von drei Bauern, sondern von einem. Deswegen hat das einzelne Schwein nicht weniger Platz, sie hat nur mehr „Familienmitglieder” bekommen.

Versorgungssicherheit
Experten sagen voraus, dass in 20 Jahren 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben werden. Für deren Versorgung ist es notwendig, Tiere in Massen zu halten, bestätigen auch Wissenschaftler. Ohne Fleisch geht es für viele Menschen nicht. Der Verzicht auf Fleisch ist eine individuelle Sache jedes Einzelnen. Die Agrarbranche hat aber als ernst zu nehmender Wirtschaftszweig die Aufgabe, die Versorgung der Weltbevölkerung zu sichern und das könnte sie nicht, wenn sie sich modernen Produktionsmethoden entziehen würde.

Hier den Beitrag aus der WDR-Reihe „Gegen den Strich” anschauen.

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