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Der gruuna-Blog

(440 Einträge)

Enthornen oder hornlos züchten?
202 mal angesehen
11.06.2013, 09.27 Uhr

Hornlose Rinder züchten statt enthornen?

Die Haltung von horntragenden Rindern ist immer mit Verletzungsrisiken verbunden. Nicht nur für die Tiere untereinander, sondern auch für den Menschen kann der Kontakt mit den Hörnern schlimme Folgen haben, wenn auch vom Rind unbeabsichtigt. Der Trend geht zur freilaufenden Haltung, bei der die Verletzungsgefahren noch größer sind. Die heutigen Haltungssysteme funktionieren besser mit hornlosen Rindern. Bei vielen Kälbern wird seit längerer Zeit bereits in den ersten Lebenswochen die Hornanlage vorsorglich entfernt. Diese Vorgehensweise steht kaum in der Kritik, trotzdem kommen Tierschützer auf den Plan und fordern Alternativen. Aus deren Sicht ist es besser, genetisch hornlose Rinder anzupaaren und so Enthornungen mittel- bis langfristig zu vermeiden.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) wurde 2012 so ein Ziel bereits abgesteckt. Mit der „Düsseldorfer Erklärung zur verstärkten Zucht auf Hornlosigkeit in der Rinderhaltung“ zwischen dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, der Landwirtschaft, der Wirtschaft und verschiedenen Tierschutzorganisationen wurde ein entsprechendes Übereinkommen vereinbart. Dabei geht es zunächst um die Verabreichung von Schmerzmitteln, Informationen zur Anpaarung genetisch hornloser Bullen und damit die Verbreitung der natürlichen Hornlosigkeit sowie die Entwicklung von Zuchtprogrammen zur Vermehrung des Hornlos-Gens. Verstärkte Beratung und Informationen in den Betrieben soll auch angestrebt werden.

Hornlose Bullen finden
Um hornlos zu züchten, sind natürlich entsprechende Bullen nötig. Das in Deutschland zur Verfügung stehende Angebot an natürlich hornlosen Vatertieren findet man in der Datenbank des Vereins Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V. (vit). In der „Bullendatenbank“ wurde extra das Suchkriterium „hornlos“ eingerichtet.

Solange es keine gesetzlichen Bestimmungen gibt, muss jeder für sich entscheiden, ob er enthornt oder von vornherein hornlos züchtet.

Weitere Infos zum Thema:
Abhandlung der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern

Züchtet Ihr bereits hornlos, enthornt ihr die Kälber oder lasst ihr den Hörnern ihren freien Lauf?
Was haltet ihr von hornloser Zucht? Nutzt unseren Kommentarbereich und schreibt uns.

Foto: Michi Jo Standl

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Kommentare

11.06.2013 20:38 oimarin
Bei uns haben alle Tiere noch ihre Hörner und es gibt keine Probleme..
13.06.2013 19:12 Notill
ich sehe auch die Gefahr der starken genetischen Verengung des Zuchtmaterials....
irgendwann haben wir alle Kühe auf einer Bullenlinie... und dann?
14.06.2013 16:02 Kilian1988
Meine Tiere trag auch ihre Hörner (bis auf eine). Ich Baue denn Stall für die Kuh und nicht anderst herum.
15.06.2013 21:36 oimarin
Notill schrieb:
ich sehe auch die Gefahr der starken genetischen Verengung des Zuchtmaterials....
irgendwann haben wir alle Kühe auf einer Bullenlinie... und dann?

genau so sehe ich das auch, jetzt verändern wir auf teufel kom raus und irgendwann, wenn es zu spät ist, haben wir dann den Salat und kommen nicht mehr zurück..
15.06.2013 21:37 oimarin
Und außerdem hat der Herrgott die Kühe mit Hörnern geschaffen und er hat sich etwas dabei gedacht, sie sind wichtig für die Tiere und der Mensch meint immer er muß alles für sich gefügig machen, daber die Natur recht sich irgendwann..
16.06.2013 09:20 Notill
oimarin schrieb:
Und außerdem hat der Herrgott die Kühe mit Hörnern geschaffen und er hat sich etwas dabei gedacht, sie sind wichtig für die Tiere und der Mensch meint immer er muß alles für sich gefügig machen, daber die Natur recht sich irgendwann..

Naja... ich sehe die Hörner schon alas enormes Risiko, ebenso aber auch die Verengung des genetischen Pools. wir haben durch die starke Selektion auf Milchleistung bereits eine starke Verarmung der Genetik erfahren, wenn jetzt nochmal auf ein anderes Merkmal weiterselektiert wird, haben wir bald keine große genetische Varianz mehr...
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