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Der gruuna-Blog

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Rural TV
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16.07.2013, 14.33 Uhr

Eigene TV-Sender für Landwirte

Sogenannte Spartensender gibt es in der Fernsehwelt zuhauf. Von Verkaufssendern, über Programme für Horoskop-Freunde, bis hin zu Wirtschaftsnachrichten. Doch wie sieht es mit einem der umfangreichsten Themengebiete, der Landwirtschaft, aus? Weltweit betrachtet sind Sender für den ländlichen Raum rar gesät, in Deutschland gab es bereits Versuche, einen solchen Kanal zu positionieren, diese sind allerdings gescheitert.

In den USA, wo sonst, gibt es so was. Der Sender nennt sich Rural-TV. Als „rural district“ bezeichnet man im angelsächsischen Raum ein ländliches Gebiet. Das Wort wurde aus dem Latein übernommen, „ruralis“ bedeutet „ländlich“, „bäuerlich“. Den Kanal gibt es seit 2009, sendete anfangs über Satellit in die Wohnzimmer, auch in Europa, und wurde 2010 auf Online umgestellt, das aber sehr erfolgreich. Im Laufe der letzten Jahre hat sich einiges getan und wurde viel probiert. So wurde zum Beispiel ein eigener Kanal für Pferdehalter eingerichtet. Geguckt werden kann teils kostenlos und teils im Rahmen von Mitgliedschaften bei amerikanischen Country-Clubs. Diese haben nichts mit europäischen Vorstellungen von amerikanischen Klischees zu tun. Diese Clubs sind schlichtweg landwirtschaftliche Verbände, vergleichbar mit unseren Genossenschaften oder dem Bauernverband. Programmschwerpunkte sind alles, was die landwirtschaftliche Bevölkerung interessiert, von Technik über Viehhaltung bis hin zu Betriebsführung und Familie. Was allerdings auch nicht fehlen darf, ist die Country-Musik. In den USA verhält sich das anders. In Deutschland kann man davon ausgehen, dass ein Landwirt nicht automatisch Anhänger der volkstümlichen Musik ist. Die Szene der „ländlichen Musik“ ist in den Staaten sehr ausgeprägt, die Country-Stars füllen riesige Stadien. Gesendet wird aus Nashville/Tennessee, dem Inbegriff für amerikanische Landwirtschaft. Gegründet wurde das Medienunternehmen übrigens vom US-Amerikaner Patrick Gottsch, dessen Familie aus Schleswig-Holstein stammt.

Landwirtschaftliches Fernsehen in Deutschland
Das Thema „Landwirtschaft“ wird im deutschen TV vor allem durch teilweise umstrittene Datingshows abgedeckt. 2006 startete ein Münchner Medienberater Christian Schuster mit Hilfe von EU-Fördermitteln einen Agrar-Spartensender aus dem Boden zu stampfen, der über den Satelliten Astra senden und ins Kabel eingespeist werden sollte. Finanzieren wollte Schuster den Kanal auch über Werbung und den Verkauf von Sendeplätzen an Unternehmen aus der Agrarbranche. Gescheitert ist das Projekt schließlich an fehlenden Investoren.

Der Betrieb eines Fernsehsender im klassischen Sinn ist eine sehr teure Angelegenheit. Die modernen Internettechnologien und immer mehr webversorgten Haushalte ermöglichen es, Spartenthemen über das Netz zu verbreiten. So entstehen immer mehr sogenannte Broadcasts (Web-TV), die vorwiegend von Agrarkonzernen und Verbänden betrieben werden.

Sendetermine zum Thema „Landwirtschaft“ in unseren bekannten TV-Sendern gibt es zusammengefasst hier.
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