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Der gruuna-Blog

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Hochwasser 2013
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18.07.2013, 15.17 Uhr

Flutkatastrophe 2013: Schon vergessen?

Die Medien haben sich aus den Hochwasserregionen zurückgezogen, spektakuläre Bilder von reißenden Wassermassen und versunkenen Dörfern können nicht mehr geliefert werden. Es scheint, als sei in den Gebieten wieder Normalität eingekehrt. Diese wird für die Betroffenen aber noch lange nicht zurückkehren.

Es war die schlimmste Flut seit 500 Jahren, wie Historiker bestätigen. Elbe und Donau hatten jegliche Romantik verloren, das Wasser riss alles mit, was nicht niet- und nagelfest war, und es hinterließ enorme Schäden. Die Bundesländer haben noch immer nicht alle Schäden schätzen können, wahrscheinlich kann man es nie genau festlegen. Die Ratingagentur Fitch hat es allerdings gewagt, eine Schätzung abzugeben. Demnach beläuft sich der bundesweite wirtschaftliche Schaden auf über 6,5 Milliarden Euro und die Versicherungsschäden auf über 3 Milliarden Euro. Der Hilfsfonds der Bundesregierung ist mit über 8 Milliarden Euro festgelegt, müsste so die Schäden abdecken. Doch wie hoch man letztlich rechnen muss, weiß noch keiner.

Einzelschicksale
Die Summen, mit denen die Öffentlichkeit hantiert, sind Zahlen in einer unvorstellbaren Höhe. Wenn man die einzelnen landwirtschaftlichen Betriebe, die Haushalte, einzeln betrachtet, dann wird einem klar, wie schwer es für die Menschen ist, Zerstörtes wieder aufzubauen und in ein normales Leben zurückzukehren. Wie und ob die Opfer an die versprochenen Hilfsgelder kommen, mit welcher Logistik die 6 Milliarden Euro aufgeteilt werden, sind Einzelschicksale. „Wir erhielten viele Anfragen zur Schadensregulierung, die meisten Schäden sind aber über die Elementarversicherungen gedeckt, bis auf die Überschwemmungen der Felder“, teilte das Chemnitzer Unternehmen gvf VersicherungsMakler AG auf Anfrage mit. „Wir sind aber auch viel damit beschäftigt, Bestätigungen auszugeben, damit die Leute an die Gelder aus den Fonds kommen“, so das Versicherungsunternehmen, das auf Landwirtschaft spezialisiert ist, weiter. Die Betroffenen müssen sich damit ans zuständige Landratsamt oder an die Gemeinde wenden.

Schwarze Schafe: Betrug am Staat und an den Betroffenen
Nicht nur, dass es während der Aufräumarbeiten zu Plünderungen kam, laut dem Nachrichtenmagazin Focus hatte eine Frau in Deggendorf/Bayern Soforthilfe beantragt, obwohl sie gar nicht im Hochwassergebiet wohnt. Sie hatte versucht, sich rückwirkend beim Einwohnermeldeamt zu registrieren und legte einen Mietvertrag vor, dessen Unterzeichner, also der Vermieter, bereits vor zwei Jahren verstorben ist. Die Stadt Deggendorf hat der Frau die Chance gegeben, das Geld zurückzuzahlen. Diese Option hat sie allerdings nicht genutzt, jetzt wurde sie von der Stadt angezeigt.

Es muss weiter gehen
Der Wirtschaftskreislauf muss sich trotz der einschneidenden Jahrhundertkatastrophe weiter drehen. Die Landwirte in den überfluteten Gebieten haben alles verloren, Maschinen, Saatgut, Futtermittel, sogar Tiere fielen den Wassermassen zum Opfer. Die landwirtschaftliche Handelsplattform gruuna.com hat sich dazu etwas besonderes einfallen lassen, um ein wenig zu helfen. Das Unternehmen verzichtet bis einschließlich 31. Dezember 2013 auf die sonst üblichen Handelsgebühren. So wird geholfen, den Austausch von durch das Hochwasser verlorenen Gütern einfacher zu machen und sie rufen gleichzeitig die verschont gebliebenen Landwirte dazu auf, ihre Berufskollegen mit Saatgut, Futtermittel usw. zu versorgen. Am einfachsten können Produkte über gruuna.com den Besitzer wechseln und dies bis Jahresende eben gebührenfrei.

Foto: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
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