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Der gruuna-Blog

(440 Einträge)

Kuh
162 mal angesehen
13.08.2013, 14.56 Uhr

Gibt es die effizienteste Kuh?

Milchbauern beschäftigen sich immer wieder mit der Frage, wie die ultimative Kuh sein soll. Steigende Energiekosten, Verkaufspreise und Kraftfutterkosten haben einen großen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg und die Rentabilität der Milchwirtschaft. Eine zentrale Rolle dabei spielt natürlich das Futter. Nahezu ein Allheilmittel ist Kraftfutter. Wer auf dieses verzichten will, aus welchem Grund auch immer, für den gibt es Alternativen, um seine Kühe trotzdem effizient halten zu können. Effizienz bedeutet immer, die Waage zwischen Ausgaben und Einnahmen so gering wie möglich zu halten. Deshalb ist die effiziente Kuh jene, für die möglichst wenig Fremdmittel zugekauft werden muss.

Ein Allgäuer Landwirt zum Beispiel kauft jährlich 250 Kilogramm Gerste pro Kuh zu, das restliche Futter kommt aus dem eigenen Betrieb. Die Kühe werden im Winter nur mit Heu bzw. Grummet, das sind der 2. und der 3. Schnitt, gefüttert. Die Leistungsstärksten im Stall bekommen darüber hinaus noch drei Kilogramm Grascobs und bis zu 1,5 Kilogramm Gerste zusätzlich pro Tag. Im Sommer sind die Kühe tagsüber auf der Weide und werden über Nacht mit Wiesengras im Stall versorgt. Falls das Gras zu jung ist, wird noch Heu beigemengt. „Mit diesem Futter geben hoch leistende Kühe im Sommer teilweise deutlich über 40 Kilogramm Milch und im Winter bis zu 35 Kilogramm Milch am Tag.”, so der Bayer.

Auch der Komfort für die Milchkühe spielt bei der Effizienz eine große Rolle. Das fängt an bei den baulichen Maßnahmen und geht bis hin zur Stalltemperatur, vor allem in Zeiten von Hitzewellen wie diesen Sommer kann sich ein zu heißer Stall extrem auf das Milchverhalten der Tiere auswirken. Über Kuhkomfort berichtete gruuna.com bereits in einem eigenen Artikel.

Wenn man es schafft, den Zukauf von Futter möglichst gering zu halten und dann noch durch den Komfort das Beste aus den Tieren holt, dann kann man von effizienten Milchkühen sprechen.

Österreicher erforschen Kuheffizienz
Im Rahmen des aktuellen Projektes „Efficient Cow“ haben sich nun österreichische Institutionen unter der Federführung des Verbandes „Rinderzucht Austria“ daran gemacht, in landwirtschaftlichen Betrieben gemeinsam mit den Betriebsführern die Effizienz zu steigern, genau Buch zu führen und am Ende des Projektes das Ergebnis zu veröffentlichen. Dazu werden momentan in Österreich Landwirte gesucht, die sich beteiligen wollen. Die Organisatoren erhoffen sich nach Abschluss des Projektes eine Definition, wie die ultimative Milchkuh aussieht und was ein Landwirt dafür tun muss, um diese im Stall zu haben.

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Kommentare

13.08.2013 23:52 nurich
d.h selbst prouzierte Futtermittel stellen keinen Wert da?
wenn ich mein Futter klt selbst produziere, braucht meine kuh auch keine hohe Leistung erziehlen? Wovon bezahle dich dann den Anbau und die Ernte der betriebseigenen Futtermittel?

ich als laie finde das doch eine etwas primitive Denkweise
15.08.2013 10:51 gruuna
Hallo nurich,
natürlich stellen selbstproduzierte Futtermittel einen Wert da. Im Artikel wird das auch nicht abgestritten.


nurich schrieb:
d.h selbst prouzierte Futtermittel stellen keinen Wert da?
wenn ich mein Futter klt selbst produziere, braucht meine kuh auch keine hohe Leistung erziehlen? Wovon bezahle dich dann den Anbau und die Ernte der betriebseigenen Futtermittel?

ich als laie finde das doch eine etwas primitive Denkweise

15.08.2013 11:30 nurich
nein, abgestritten wird es nicht, aber im Beitrag wird die Effektivität der Kuh an Zukaufsproukten gemessen. was in keinster Weise zutreffend ist.

die Effizienz eines Nutztieres, ist völlig unabhängig von der Futterbeschaffung. mein eigen angebautes Futter verursacht genauso kosten, wie der Zukauf.

ich kann zwar die Effizienz der Flächennutzung von der Tierhaltung abhängig machen, da ich mein Futter evtl über die Tierhaltung besser verwerten kann, als beim Verkauf des Erntegutes, aber eben nicht umgekehrt, da es jedem Tier egal ist wer das Futter produziert hat.
17.08.2013 15:23 Cuxman
Zunächst ist einmal die Frage, welche Effizienz gemeint ist. Man könnte das auf verschiedene Parameter beziehen (kg Milch /ha, kg Milch/ Stallplatz, Gewinn/kg Milch, Gewinn/Kuh …)
Hier wird anscheinend nach dem Gewinn pro Kuh gefragt. Darauf haben so viele Dinge innerhalb und außerhalb der landwirtschaftlichen Betriebe einen Einfluss, dass es darauf keine sichere Antwort geben wird. Aus den Betriebsvergleichen meines Beratungsringes kenne ich Jahre, in denen das Zukaufsfutter je NEL günstiger war, als das selbst erzeugte Grundfutter. Was nützt dann eine Kuh, die das Zukaufsfutter schlecht verwertet? In anderen Jahren ist es dann gerade umgekehrt. Genauso sind die Betriebe unterschiedlich. Der eine erzielt hohe Gewinne durch Zucht, der andere durch die Schlachtkörper und der nächste durch Langlebigkeit. All das macht es wohl sehr schwierig, die effizienteste Kuh zu finden.
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