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Der gruuna-Blog

(440 Einträge)

Wirtschaftsweg
213 mal angesehen
31.08.2013, 10.09 Uhr

Konfliktpotenzial Wirtschaftsweg

Jeder kennt sie, Landwirte brauchen sie, für Spaziergänger und Radfahrer dienen sie als Zubringer zu Naherholungsgebieten: Die Wirtschaftswege. Diese meist unasphaltierten Gassen zwischen Feldern und Wiesen dienen den Land- und Forstwirten, wie der Name schon sagt, zum Erreichen ihrer wirtschaftlichen Grundstücke, Eigentümer sind allerdings die Gemeinden. Nach der Definition des Bundesgerichtshofs sind Wirtschaftswege Feld, Wald und sonstige ländliche Wege, die überwiegend land- und forstwirtschaftlichen Zwecken dienen und keine überörtliche Bedeutung haben, was heißt, dass sie auch nicht für den Durchgangsverkehr ausgelegt sind.

Verantwortung
Die Verantwortlichkeit ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich geregelt. In den meisten Fällen ist auch die Gemeinde zuständig für den Erhalt der Wege. In Zeiten klammer Gemeindekassen flammen aber immer wieder Diskussionen auf, die Landwirte zu beteiligen.

Nutzungsrecht
Beim Nutzungsrecht kommt es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Landwirten und Erholungs Suchenden, da diese oft den Betriebsablauf der Bauern stören, indem sie zum Beispiel den Weg einfach zuparken. Rechtlich gesehen, sind die Wirtschaftswege öffentlicher Raum, der von jedem benutzt werden darf, sei es als Fußgänger, Radfahrer oder Reiter. Allerdings sind Gemeinden und Landwirte nicht verpflichtet, die Wege so anzulegen, dass sie auch uneingeschränkt benutzt werden können. Beispielsweise kann sich ein Radfahrer nicht beschweren, wenn der Wirtschaftsweg einer Buckelpiste ähnelt. Eindeutig ist die Nutzung durch Kraftfahrzeuge geregelt. Im Straßenverkehrsgesetz heißt es, dass nur land- und forstwirtschaftlicher Verkehr zugelassen ist. Meist ist das durch ein Fahrverbotszeichen mit entsprechendem Zusatzschild geregelt. Was aber viele außerlandwirtschaftliche Nutzer nicht wissen, das Fahrverbot gilt auch, wenn kein Verbotszeichen angebracht ist.

Die Konflikte gehen so weit, dass sich Spaziergänger oft durch die landwirtschaftlichen Arbeiten beeinträchtigt fühlen, sei es durch Lärm, Geruch oder Staub. Umgekehrt fühlen sich Landwirte durch andere Nutzer bei ihrer Arbeit gestört, zum Beispiel durch freilaufende Hunde oder herumtollende Kinder, das aber mit Recht. Denn ein Gelände, auf dem gearbeitet wird, ist kein Spielplatz. Hinzu kommt noch, dass eine übermäßige (unberechtigte) Nutzung die Wege und angrenzenden Flure zerstört, wodurch den Landwirten beträchtliche Schäden entstehen können.
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Kommentare

02.09.2013 10:43 Heiliger_Aloisius
Ist das auch so bei reinen Anliegerwegen so ?
Bei denen die Katastergrenze genau in der Mitte des Weges liegt !
03.09.2013 14:38 gruuna
Heiliger_Aloisius schrieb:
Ist das auch so bei reinen Anliegerwegen so ?
Bei denen die Katastergrenze genau in der Mitte des Weges liegt !


Hallo Heiliger_Aloisius,
wir werden das nachrecherchieren, wie sich das in diesem Fall verhält und dir nochmals hier antworten.
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