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Der gruuna-Blog

(440 Einträge)

Acker
350 mal angesehen
07.09.2013, 10.17 Uhr

Verlorenes Land: Wertvolle Ackerflächen verschwinden einfach

Nach Ansicht von Forschern stehen wir eines Tages ohne Anbaugebiete da. Alleine in Deutschland sollen jährlich rund 35.000 Hektar Ackerland verloren gehen.

Kommende Woche findet in Rostock eine Fachtagung statt, bei der unter anderem dieses Thema erörtert wird. Bodenwissenschaftler Peter Leinweber von der Uni Rostock gab gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa) schon mal einen Einblick in die Sorgen der Wissenschaftler: „Die Anforderung, die die Menschen an die Versorgung mit Nahrung und Energie haben, verlangen einen wesentlich sorgsameren Umgang mit den Böden. Eine Forderung auf der Tagung werde daher sein, versiegelte Flächen wie alte Stallanlagen oder nicht mehr gebrauchte Wirtschaftsflächen in den natürlichen Zustand zurückzuführen.“

Auch der Klimawandel kommt ins Spiel. Durch die Erwärmung würden die Böden an Humus verlieren, ist sich Leinweber weiter sicher. Was so viel heißt, dass die Mikroorganismen, die bei Kälte nicht aktiv sind, jetzt aufgrund der wärmeren Winter mehr Zeit haben, Humus abzubauen, der dann im ökologischen Kreislauf des Bodens fehlt. Nach den Erkenntnissen der Forscher kann man dagegen überhaupt nichts machen. Sogar bei Dauertests mit optimaler Düngung wurde festgestellt, dass die Humusgehalte sinken. Mit dem Humusgehalt wird gleichzeitig auch der Gehalt an organisch gebundenem Kohlenstoff in der Erde weniger. Dieser entschwindet als CO2 in die Luft, das bekannterweise wiederum die Klimaerwärmung fördert, ein Teufelskreis also.

Der Aufwand der Landwirte, das Ertragsniveau zu halten oder zu steigern, werde in Zukunft deutlich größer werden, sorgt sich Forscher Leinweber um Boden und Bauern. Schon heute sei das Vorgehen der Intensivlandwirtschaft mit viel zu monotonen Fruchtfolgen eher bodenzerstörend. „Die Böden werden uns die Grenzen des Wachstums vor Augen führen“, so der Wissenschaftler abschließend.

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Kommentare

07.09.2013 10:36 barnstree
...ein wirklich gravierendes Problem. Alte nicht mehr genutzte Bauflächen und Straßen sollte von Gesetz her zurückgebaut werden...sinngemäß wie AKWs. Jede Ackerfläche sollte max. eine Fläche von 100x100m haben und eine Hecke rund herum gegen Bodenerosion!!!
07.09.2013 12:19 BunnyBabsel
Boa das echt Hammer was da jährlich verloren geht... und das alleine in Deutschland... garnicht auszudenken wie viel es Weltweit ist. Und vorallem müssen wir mit dieser immer kleiner werdenden Fläche immer mehr Menschen ernähren... mal schauen wo noch hinfürt..
07.09.2013 14:56 Freisinger
Ob das nicht ein bissl übertieben ist. Laut der Landverlustuhr des Bauernverbandes geht jede Sec. ein m² verloren. Das wären dann 7500-8000 ha/Jahr.....trotzdem ein ganz schönes Höfe.
08.09.2013 13:48 Kone
@ Barnstree: 100 mal 100 m ist gerade einmal ein ha! Arbeitet man bei eu h noch mit Pferd und Ochse?
09.09.2013 10:31 barnstree
Kone schrieb:
@ Barnstree: 100 mal 100 m ist gerade einmal ein ha! Arbeitet man bei eu h noch mit Pferd und Ochse?


Ich kenne die Großfelder und den Hang der Landwirte nach immer größeren Maschinen.
Das muß nicht sein. Ich hab in die leuchtenden Augen dieser Agro-Maschinen-Fans gesehen.
Ich hab den längsten..., ich den breitesten, ich, den mit am meisten PS (Traktor, Erntemaschinen usw....) Jeder sollte sich fragen, ist das wirklich nötig. Will ich nur mein Ego streicheln egal was die Bank mir jeden Monat abzieht. Ich sehe auch die Notwendigkeit einer Entschleunigung der Landwirtschaft, ganz davon abgesehen, dass dicke schwere Maschine die Bodenverdichtung fördern und die Humusauflage zerstören.
09.09.2013 21:16 Kone
[quote]barnstree schrieb:
Das ist doch Unsinn! Warum meinst du, dass moderne Traktoren Anhänger und Erntemaschinen Breitreifen und evtl sogar eine Reifendruckregelanlage haben? Bodenschonung! Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Auslastung ab und dort wo die Betriebe zu klein sind, wird die Technik eben überbetrieblich eingesetzt.
Btw: die Durchschnittliche Schlaggröße hier liegt bei ca 2 bis 3 ha, Flurbereinigung und freiwilliger Landtausch sind in vielen Regionen ein Segen!
09.09.2013 22:14 barnstree
[quote]Kone schrieb:
barnstree schrieb:
Das ist doch Unsinn! Warum meinst du, dass moderne Traktoren Anhänger und Erntemaschinen Breitreifen und evtl sogar eine Reifendruckregelanlage haben? Bodenschonung! Die Wirtschaftlichkeit hängt von der Auslastung ab und dort wo die Betriebe zu klein sind, wird die Technik eben überbetrieblich eingesetzt.
Btw: die Durchschnittliche Schlaggröße hier liegt bei ca 2 bis 3 ha, Flurbereinigung und freiwilliger Landtausch sind in vielen Regionen ein Segen!


...über diese Sinnhaftig lässt sich trefflich streiten!
09.09.2013 22:16 Kone
barnstree schrieb:
...über diese Sinnhaftig lässt sich trefflich streiten!


der Sinn?? Es gilt Nahrung für 7 Milliarden Menschen zu erzeugen!
09.09.2013 22:25 barnstree
Kone schrieb:
der Sinn?? Es gilt Nahrung für 7 Milliarden Menschen zu erzeugen!


Wer eine Meinung hat, ignoriert die Fakten (SZ von heute)
...mit gezielten Maßnahmen zur Humusvernichtung und Ernteverfrühung mit Roundup...die Liste ließe sich noch weiter fortführen...
10.09.2013 23:17 Kone
barnstree schrieb:
Wer eine Meinung hat, ignoriert die Fakten (SZ von heute)
...mit gezielten Maßnahmen zur Humusvernichtung und Ernteverfrühung mit Roundup...die Liste ließe sich noch weiter fortführen...


Die Sikkation mit Roundup ist keine Standardmethode! Aber langsam wird klar, aus welcher Ecke du kommst....
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