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Der gruuna-Blog

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Weide
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10.09.2013, 13.14 Uhr

Frühjahrsweide statt Herbstaufwuchs

Der Sommer ist fast vorüber, die Wiesen stehen vor dem letzten Aufwuchs. Damit die Weideflächen nächstes Jahr gute Erträge bringen, gibt es einiges zu beachten. gruuna.com hat die wichtigsten Stellen einer Studie des österreichischen Grünlandexperten Dipl.-Ing. Johann Humer zusammengefasst.

Schwere Tiere beschädigen Weide
Um keine Wassernarben am Boden zu beschädigen, sollten schwere Rinder nicht an abschüssigen Stellen weiden. In solchen Bereichen sind Jungrinder ideal oder man platziert andere Tiere, wie Schafe, wenn man welche im Bestand hat. Standweiden sind auch besser geeignet als Portionsweiden. Bei Portionsweiden ziehen die Tiere beim Austrieb auf den neuen Weidestreifen zu, und zertreten so durch den entstehenden Trampelpfad die Wassernarbe. Ein trockenes Wetter bietet die optimalen Bedingungen, die Rinder auf die Weide zu schicken, da bei nassem Boden, die Trittschäden verheerende Auswirkungen haben können.

Besonderes Augenmerk soll man auf den Pflanzenbestand legen, da Herbstweiden nicht auf einer Dauerweide stattfinden, sondern auf einer Schnittwiese. Richtig schwere Tiere sind deshalb nur auf ebenen Flächen gut aufgehoben oder dort, wo ausläufertreibende Weidegräser wachsen, wie zum Beispiel das Englische Raygras oder die Wiesenrispe. Diese Grassorten gelten als besonders trittsicher und strapazierfähig.

Herbstweide beeinflusst Frühjahrsertrag
Humer rät, die Herbstnutzung der Weide nicht zu lange in den Winter reinzuziehen, da eine zu lange Herbstweide den Ertrag im Frühjahr deutlich mindern kann. Die Minderung fiele in diesem Fall deutlich stärker aus, als die Herbstweide bringt. Zusätzlich würde sich im Frühjahr die Reife bis um eine Woche verzögern. Werden die Flächen im Herbst weniger genutzt, übertrifft der Aufwuchs im Frühjahr den Ertrag einer Herbstnutzung um ein Vielfaches.

Viele leistungsorientierte Milchviehbetriebe sind aus diesen Erkenntnissen heraus schon ganz von der Herbstweide abgekommen und nutzen den ertragreicheren ersten Aufwuchs im Frühjahr. Dieser ist gekennzeichnet von Spitzenwerten bei Ertrag, Energiegehalt und Futterstruktur. Den letzten Aufwuchs des Jahres sollte man lieber mulchen, weil seine Nährstoffe den Frühjahrsaufwuchs zusätzlich fördern.
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