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Der gruuna-Blog

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Blaue Süßlupine
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02.11.2013, 10.29 Uhr

Blaue Süßlupine: Milchersatz für Deutschlands Veganer

Vegetarische oder gar vegane Kost nimmt einen immer größeren Stellenwert im Konsumverhalten ein. Tierische Produkte werden zwar nicht so schnell ihren Rang verlieren, doch sollten Landwirte darüber nachdenken auch Konsumenten, die fleischlos oder wie die Veganer ganz ohne tierische Produkte leben, zu bedienen.

Ohne Milch kommt niemand aus. Ob zum Backen, in den Kaffee, für den Frühstückskakao der Kleinen oder einfach zum Trinken, sie ist in Deutschlands Küchen präsent wie kaum ein anderes Lebensmittel. Menschen, die keine tierischen Produkte wollen, aus welcher Einstellung heraus auch immer, müssen dabei etwa auf Sojamilch zurückgreifen. Doch Soja, der in Asien beheimatet ist, tut sich in unseren Breitengraden schwer effektiv zu wachsen. So müssen die Hülsenfrüchte und deren Produkte nach Europa importiert werden.

Eine andere Pflanze, die im Mittelmeerraum wild gedeiht, wurde bereits Anfang des 19. Jahrhunderts kultiviert und findet auch in Deutschland immer mehr Gehör: die „Blaue Süßlupine“, auch „Schmalblättrige Lupine“ genannt. Sie wächst am Besten auf sandigen, kalkarmen, feuchten Böden. Innerhalb der zahlreichen Lupinenarten ist auch nur diese aufgrund der fehlenden Bitterstoffe genießbar.

Die Lupinensamen ähneln in ihrer Zusammensetzung den Sojabohnen und enthalten 36 bis 48 Prozent Eiweiß. Der Fettgehalt beträgt vier bis sieben Prozent, wobei sie wesentlich fettärmer sind als Sojabohnen. Da die Lupine, die zu den Getreiden zählt, von Haus aus nicht nur keine Stärke sondern auch kein Gluten enthält, sind die Produkte auch für entsprechende Allergiker interessant. Lopino, eine Art Tofu, wird bereits aus der Süßlupine hergestellt, die Milch der Samen kann aber auch als richtiger Milchersatz verwendet werden. Lupinenkaffee und Speiseeis sind bereits im Handel zu finden.

Landwirtschaftlich gesehen wird von Bauern, die bereits Erfahrung mit der Pflanze haben, die hervorragende Vorfruchtwirkung geschätzt. Wie etwa Raps, Erbsen und Ackerbohnen hinterlässt die Lupine einen gut strukturierten Boden für die Fruchtfolge. Als Anbaupflanze zugelassen wurde die Blaue Süßlupine in Deutschland bereits 1997.

Spaziergänger, die am Wegrand Lupinen finden und vorhaben, diese zu pflücken, um die eigene Kaffeemilch herzustellen, seien gewarnt, denn diese sind giftig. Genießbar ist nur die Süßlupine.

Foto: aid

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