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Der gruuna-Blog

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CMA Werbung AMA Werbung
117 mal angesehen
09.11.2013, 11.12 Uhr

Was ist von der CMA geblieben?

Die Centrale Marketing-Gesellschaft für Agrarmarketing (CMA), gegründet 1970, war die Institution für alle Vermarktungsangelegenheiten deutscher Agrarprodukte. Mit dem Slogan „Bestes vom Bauern“ arbeitete die Institution an Imagekampagnen, die in- und ausländische Konsumenten von der Qualität heimischer Produkte überzeugen sollten. Gesellschafter waren 41 Spitzenverbände, unter anderem die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie und der Deutsche Bauernverband – bis 2009, dann war Schluss.

Ein Hauptkritikpunkt waren die Qualität der Werbemaßnahmen, die aus Teilen der Branche immer wieder als unwirksam und misslungen dargestellt wurden. Inzwischen arbeiten nurmehr regionale Gesellschaften wie etwa die Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt m.b.H. Die gesamtdeutsche Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte war gescheitert.

Wäre das österreichische Modell ein Vorbild?
Das österreichische Pendant zur aufgelösten CMA ist die Agrarmarkt Austria (AMA). Die Organisation wurde 1993 gegründet und ist eine sogenannte „Körperschaft des öffentlichen Rechts“. Das entspricht rechtlich dem Status etwa einer gesetzlichen Krankenversicherung. Die Aktivitäten der AMA gehen allerdings im Gegensatz zur CMA weit über Marketing hinaus. Die drei Aufgaben der Organisation sind Markt- und Preisberichterstattung über in- und ausländische landwirtschaftliche Produkte, Maßnahmen zur Qualitätssteigerung, Entwicklung, Anwendung und Kontrolle von Qualitätsrichtlinien und eben die Vermarktung im Rahmen von Werbe und PR-Kampagnen innerhalb Österreichs und im Ausland. So ist die AMA beispielsweise jedes Jahr mit einem großen Stand auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vertreten.

Ein zentrales Element ist das AMA-Gütesiegel, das Produkte direkt von Landwirten, aber auch von verarbeitenden Unternehmen, wie etwa Molkereien oder fleischverarbeitenden Betrieben, führen dürfen. Voraussetzung ist, dass sich die Produkte in die Herkunftskette eingliedern. Die Einhaltung wird von unabhängigen Kontrollstellen und von der AMA selbst regelmäßig kontrolliert. Das Gütesiegel ist mehr als ein Logo. Es hält individuelle Nummern, aus denen die genaue Herkunft, beginnend mit zum Beispiel der Aufzucht von Tieren, nachvollziehbar ist. Neben dem allgemeinen Gütesiegel wurde auch ein spezielles Biosiegel eingeführt, das Produkte, die einheitlichen Biorichtlinien unterliegen, kennzeichnet.

Zur Kommunikation mit Landwirten arbeitet die AMA eng mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium und den Landwirtschaftskammern der Bundesländer zusammen. Nach außen werden alle Marketingkanäle genutzt. Auch mit Tourismusorganisationen wird zusammengearbeitet, um in der Werbung ein möglichst einheitliches Bild von Österreich und seinen Produkten zu erzeugen.

Weiterführende Links:
Website der aufgelösten CMA
Website der Agrarmarkt Austria

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Kommentare

09.11.2013 11:21 Schaumburger
Hauptkritikpunkt an der CMA war die einseitige Finanzierung über die Landwirtschaft... die CMA Pflichtabgabe... bin froh das der Quatsch beendet ist. Läuft ja auch so, ohne CMA. Oder fehlt etwas?
09.11.2013 15:06 gruuna
Der Fokus liegt darauf, dass mit den vorhandenen Geldern nichts Ordentliches gemacht wurde. Vielleicht hat Österreich den Vorteil, dass es kleiner ist. In der Alpenrepublik sind Landwirtschaft, Industrie und Handel viel näher beieinander als in Deutschland.
10.11.2013 11:08 Schaumburger
gruuna schrieb:
Der Fokus liegt darauf, dass mit den vorhandenen Geldern nichts Ordentliches gemacht wurde. Vielleicht hat Österreich den Vorteil, dass es kleiner ist. In der Alpenrepublik sind Landwirtschaft, Industrie und Handel viel näher beieinander als in Deutschland.


Und was soll sinnvolles mit dem Geld gemacht werden? Ist doch auch klar zu erkennen das die Österreicher auch keine besseren Erzeugerpreise als wir bekommen. Sinkt in Deutschland der Schweinepreis, sinkt er in Österreich auch, manchmal mehr und manchmal weniger als bei uns. In einer europäischen Wirtschaftsunion sind solche Werbemaßnahmen einfach unsinnig.
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