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agrithinking out of the box

Ein paar Gedanken (23 Einträge)

Gemüse auf dem Viktualienmarkt Kartoffeln auf dem Viktualienmarkt Kinder und Kühe
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08.11.2007, 21.55 Uhr

Dialog Landwirtschaft und Gesellschaft

Dialog Landwirtschaft und Gesellschaft

Die bevorstehende Veröffentlichung der Direktzahlungen an landwirtschaftliche Unternehmen bewegt die Gemüter. Sie ist ein Faktum und es bringt nichts, weiter über ihren Sinn oder Unsinn zu diskutieren, mit dem Finger auf einzelne „Großempfänger“ zu zeigen oder zu klagen, es gäbe Branchen mit weitaus höheren Einzelzuwendungen die nicht veröffentlicht würden.

Wenn wir über Konsequenzen nachdenken dann sollte die Kommunikation zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft ein Thema sein. Jeder großer industrielle Subventionsempfänger beschäftigt einen Trupp von Leuten deren Job es ist, ihn in der Öffentlichkeit „gut aussehen zu lassen“.
Bei der gänzlich anders strukturierten Landwirtschaft ist das klassischerweise eine Aufgabe von Interessenvertretern. Wenn aber einzelne Betriebe in den Fokus kommen (Stichwort Direktzahlungen) ist es dann noch klug, den Job zu 100% zu delegieren?

Wir sprechen immer häufiger von einer Entfremdung der Bevölkerung von der landwirtschaftlichen Erzeugung. Sie ist vielfach dokumentiert und unsere Kinder können bestimmt Geschichten aus der Schule erzählen bei denen man nicht weiß ob man lachen oder weinen soll. Speziell die Tierhaltung steht in der Kritik, oft durch Unwissenheit.
Klassische Faktenaufklärung ist aber nicht zwangsläufig der richtige Hebel. Auch Fakten glaubt man nur wenn man Vertrauen hat.

Hier sehe ich einen Aufgabe für jeden einzelnen Landwirt. Durch Dialogbereitschaft im eigenen gesellschaftlichen Umfeld, den Grundstein des Vertrauens zu legen auf dem dann Fakten transportiert werden können. Einige Kernbotschaften der Zukunft wären:
1. „Wir geben der Gesellschaft mehr zurück als wir von ihr erhalten.“
2. „Wir sind ein wertvoller gesellschaftlicher Partner in Sachen Lebensmittelerzeugung: sicher, geschmackvoll, bezahlbar.“
3. „Wir kümmern uns um Landschaftsgestaltung und Arbeitsplätze.“
Bioenergie können wir auch, wobei eine mittlere Bioethanolanlage vielleicht 30 Leuten Arbeit bietet. Die gleiche Menge Getreide in der Fleischproduktion beschäftigt schon 100 Menschen und wenn wir die Sauen füttern sind es bald 1000 Arbeitsplätze.

Seid ihr bereit und fit, euch diesem Dialog zu stellen und vor allem, seht ihr die Notwendigkeit und sagt „Ja“ zu dieser Aufgabe?

Gruß
Kai
offline

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