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Der gruuna-Blog

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ESA Satellitenmission „Swarm“ Volker Liebig, ESA-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme
209 mal angesehen
27.11.2013, 09.45 Uhr

Gelungener Start: „Swarm“ erforscht Veränderung des Erdmagnetfeldes

Von Michi Jo Standl

Darmstadt/Plessezk. Die Europäische Weltraumorganisation ESA schickte vergangenen Freitag im Rahmen der Mission „Swarm“ (Schwarm) drei Satelliten ins All, die das Magnetfeld der Erde erforschen sollen. Von den gelieferten Daten erhofft man sich Zusammenhänge zwischen Veränderungen des Magnetfeldes und der Klimaerwärmung herauszufinden. Wir waren beim Start im Kontrollzentrum in Darmstadt dabei.

Pünktlich um 13.02 Uhr mitteleuropäischer Zeit startete die Rockot-Trägerrakete mit der Satelliten-Konstellation„Swarm“ vom Kosmodrom Plessezk in Nordrussland aus ins All. Nach nur 91 Minuten Flugzeit setzte die Rakete die Satelliten in einer polnahen Umlaufbahn in 490.000 Metern Höhe aus. Nachdem die Bodenstationen in Schweden und Norwegen den Kontakt herstellen konnten, werden die Satelliten nun vom ESA-Raumflugkontrollzentrum Darmstadt aus kontrolliert. In der dreimonatigen Einsatzerprobung werden die wissenschaftlichen Nutzlasten überprüft und die Satelliten auf ihre jeweilige Einsatzbahn an den Äquator befördert.

Magnetfeld „Mitschuld“ an Klimaerwärmung
Wissenschaftler vermuten, dass momentan auf unserem Planeten etwas stattfindet, was vor 1.076.000 Jahren schon einmal geschah. Die Pole würden sich demnach verschieben und gleichzeitig das Magnetfeld schwächer werden. Der Nordpol würde den aktuellen Forschungsergebnissen zufolge zum Südpol werden und umgekehrt. Wenn das wieder eintritt, würde eine Kompassnadel nicht mehr nach Norden zeigen, sondern nach Süden. Zugvögel, die sich nach dem Magnetfeld orientieren, hätten Probleme, sich zurecht zu finden. Auf die Schifffahrt oder den Flugverkehr würde die Verschiebung wenig Einfluss haben, da heutzutage nicht mehr mit analogen Kompassen navigiert wird.

Bereits 2008 fanden Wissenschaftler der Ludwig-Maximilian-Universität München (LMU) heraus, dass das Magnetfeld der Erde auch Einfluss auf unser Klima nimmt. Man hatte immer angenommen, dass die Erderwärmung ausschließlich menschengemachte Ursachen, wie Fabriken und den motorisierten Verkehr, hat. Wenn das Erdmagnetfeld um ein Prozent schwächer wird, stiege das Kohlendioxid in der Atmosphäre innerhalb von zehn Jahren um ein Teil pro einer Million an. Auf die nächsten Jahrhunderte gesehen, eine im Vergleich zum Erdzeitalter kurze Zeit, könne das deutlich erkennbare Temperaturanstiege mit sich bringen – und das zusätzlich zu den Ursachen, die in der Verwendung fossiler Brennstoffe zu suchen sind.

„Mit Swarm soll in Kürze eine Lücke unseres Wissens über das System Erde und unserer Beobachtung von Phänomenen des globalen Wandels geschlossen werden“, so Volker Liebig, Direktor der ESA für Erdbeobachtungsprogramme (im Bild).

Illustration: ESA–P. Carril, 2013
Foto: Michi Jo Standl/emotionpic.de

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