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Der gruuna-Blog

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Farmville
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12.12.2013, 14.09 Uhr

Erschlichen sich „Farmville“-Spieler echte EU-Förderungen?

Nein. Bei der Meldung, die britische Medien in die Welt setzten, handelt es sich scheinbar um einen lapidaren Übersetzungsfehler aus dem Rumänischen.Es wurde berichtet, dass rumänische Spieler des Facebook-Spieles „Farmville“ virtuelle Kühe in Brüssel als förderungswürdig anmeldeten. Die EU hätte den Sachverhalt nicht kontrolliert und die Subventionen brav ausbezahlt. 500.000 Euro wären laut den Medienberichten, die nur bedingt nach Deutschland schwappten, so nach Rumänien geflossen.

Die Betrüger hätten 1860 Milchkühe auf ihrem virtuellen Bauernhof gehalten und pro Tier 100 bis 150 Euro pro Tag bekommen. Auch für echte Tierarztbesuche wäre vorgesorgt gewesen. Um nicht aufzufallen, hätte man den Veterinärmediziner zu ein paar echten Kühen geführt, die tatsächlich in einem echten Stall gestanden hätten.

Als die rumänischen Behörden hinter den Schwindel gekommen wären, wurden die Zahlungen sofort eingestellt, hieß es weiter in den Meldungen.

Tatsächlich Betrug
Wie das Internetportal de:bug recherchierte, war scheinbar alles ein riesen Missverständnis. Tatsächlich wären laut dem Onlinemagazin rumänische Betrüger am Werk gewesen, die sich zwar Förderungen für nichtvorhandene Kühe erschlichen hätten, doch mit „Farmville“ hätte das Ganze nichts zu tun gehabt.

Den britischen Medien, welche die Erstmeldungen verbreiteten, ist scheinbar ein Übersetzungsfehler vom Rumänischen ins Englische unterlaufen. Eine rumänische Zeitung hätte im Titel des Artikels über die Sache das Wort „Farmville“ verwendet, welches ein Kunstwort aus dem englischen „Farm“ für „Bauernhof“ und dem französischen Wort „Ville“ für „Stadt“ ist, meinte damit aber nicht das Facebook-Spiel, sondern die Stadt Ialomita, von wo aus die Kriminellen ihren Betrügereien nachgegangen sind. Die Folge des Wortspieles war mediale Aufregung. Doch ob kriminelle Handlungen mithilfe von Facebook oder „althergebracht“ mit gefälschten Formularen, Betrug ist Betrug.

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