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Der gruuna-Blog

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Christbaumzüchter kämpft gegen Schweinemastbetrieb
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19.12.2013, 11.43 Uhr

Christbäume gegen Schweine – eine bayerische Posse

An einen der zahlreichen skurrilen Fälle aus der legendären Serie des Bayerischen Fernsehens „Café Meineid“ erinnert eine Sache, mit der sich momentan das Verwaltungsgericht München beschäftigen muss.

Ein Christbaumzüchter aus dem oberbayerischen Diepoltshofen behauptet, die Schweinemast seines Nachbarn würde seine Christbaumzucht beeinträchtigen, da die aus dem Stall austretenden Emissionen aus Ammoniak und Stickstoff das Wachstum der Bäume und auch der Beeren, die er züchtet, beeinträchtigen würden.

Im Stall des Schweinebetriebes befinden sich über 1000 Tiere. Im Juli genehmigte das zuständige Landratsamt weitere 1.500, für die der Landwirt einen neuen Stall bauen will, angeblich sieben Meter von der Tannenbaumplantage des Rentners entfernt.

Der Baumzüchter beruft sich darauf, dass er die Christbaumzucht bereits drei Monate vor Genehmigung des neuen Stalls des Nachbarn bekommen hätte und läuft seit damals Sturm gegen das Bauvorhaben. Die Behörden reagierten allerdings nie auf seine Proteste. Die Bevölkerung der Gegend hat der Christbaumprotestierer hinter sich, denn diese sind auch nicht glücklich mit dem zusätzlichen Stallgebäude.

Hauptquelle für die Entstehung von Ammoniak sind laut einer Studie des Bayerischen Landesamtes für Umwelt allerdings die Rinder. Diese machen 53 Prozent der gesamten Ammoniakproduktion in der Landwirtschaft aus. Schweine hingegen sind nur für 21 Prozent verantwortlich.

Ob es in diesem speziellen Fall sein darf, dass sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Bäume, die künftig die bayerischen Stuben in weihnachtlichem Glanz erscheinen lassen sollen, Schweine tummeln dürfen, soll ein vom Gericht in Auftrag gegebenes Gutachten klären.

Foto: pictures.4ever

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