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Der gruuna-Blog

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Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft
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14.01.2014, 13.01 Uhr

Drohnen in der Landwirtschaft

Die sogenannten Drohnen, unbemannte, ferngesteuerte Fluggeräte, werden bislang Kriegsführung und Spionage zugeordnet. Doch was vor allem die US-Armee über Jahre im Geheimen entwickelte, wird nach und nach von der zivilen Wirtschaft entdeckt. Auch für die Landwirtschaft gibt es reichlich Anwendungsmöglichkeiten.

Drohnen sind, entgegen der landläufigen Meinung, auch in Deutschland nicht verboten. Allerdings ist die technische Entwicklung schneller, als das Reaktionsvermögen des Gesetzgebers. Deshalb bestehen rechtlich einige scheinbare Grauzonen. Geräte, die kommerziell genutzt werden, sind flugrechtlich bemannten Flugzeugen und Helikoptern gleichgestellt. Das heißt, jeder Start und jede Landung bedarf einer Genehmigung durch die Luftfahrtsbehörde. Der private Betrieb fällt bislang noch unter „Modellflug“, unabhängig von der Ausstattung der Maschine.

Da die Geräte zum Zwecke von Luftaufnahmen genutzt werden, rufen die Persönlichkeitsrechte der Mitbürger die heftigste Diskussion hervor. Darf ich das Haus des Nachbarn von oben filmen oder fotografieren? Nach dem Urheberrechtsgesetz muss an dieser Stelle ein klares „Nein“ stehen. Denn Häuser dürfen auch vom Boden aus nur ohne Hilfsmittel abgelichtet werden. Sogar, wenn man eine Leiter benutzt, bedarf das Fotografieren der Genehmigung des Architekten (!) des Gebäudes, bei Luftaufnahmen natürlich erst recht.

Beobachten und bearbeiten
Die Gesetzeslage, was die Persönlichkeits- und Urheberrechte betrifft, ist beim Einsatz in der Landwirtschaft zweitranging, weil man naturgemäß den eigenen Grund und Boden ins Visier nimmt. Zu beachten gilt die Genehmigungspflicht für Start und Landung, da es sich um eine kommerzielle Nutzung handelt.

Ein Einsatzbereich wäre zum Beispiel die Aufnahme des Pflanzenbestandes. Momentan muss dies mit einem entsprechenden personellen Aufwand manuell vonstatten gehen. Für die Bedienung des Fluggerätes bräuchte es nur einen Menschen, der das Ganze von der Erde aus bedient und steuert. Per Wärmebildkamera, die an der Drohne installiert wird, ließen sich kranke Pflanzen im Bestand rechtzeitig „aufspüren“. Das im US-Bundesstaat North Carolina ansässige Unternehmen „Precision Hawk“ bietet seine Dienste bereits für die Agrarwirtschaft an. Auch in Deutschland sind einschlägige Unternehmen dabei, sich zu etablieren.

Aber nicht nur zum Aufnehmen, Ausmessen und Registrieren eignen sich die futuristischen Geräte. In Japan werden Drohnen schon seit den 90er Jahren zum Besprühen von Feldfrüchten eingesetzt. Das erste Fluggerät mit dem Namen RMAX stellte der Konzern Yamaha bereits 1990 vor. Inzwischen sind in Japan über 2300 Typen unterschiedlicher Hersteller auf dem Markt.

Weidmanns Drohne
In der Jagd und der Forstwirtschaft sollen die ferngesteuerten Luftfahrzeuge ebenfalls ihren Platz finden. In den USA werden gerade Geräte getestet, mithilfe denen man gegen zu starke Wildschweinpopulationen aufgrund von vermehrtem Maisanbau und Biogasanlagen vorgehen will. Die Tiere sollen mit einer Wärmebildkamera aufgespürt werden, die bei „Sichtung“ einen Suchscheinwerfer aktiviert und so das Wildschwein zur leichten Beute für den Jäger wird.

Drohnen können sicherlich in vielen Bereichen effektiv genutzt werden. Die Grundsatzdiskussion über die Ethik und die Möglichkeiten des Missbrauchs bedürfen wohl noch einiger Gedankengänge.

Foto: DBV

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