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Der gruuna-Blog

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Hochsitz
337 mal angesehen
01.02.2014, 10.14 Uhr

Eine Sekte im Krieg gegen die Jäger

Die Stimmung zwischen Jägern und Jagdgegnern ist schon immer angespannt. Die vom Biologen Kurt Eicher geleitete „Initiative zur Abschaffung der Jagd“ treibt die Antijagd-Stimmung mit Parolen, die an Glaubenskampf erinnern, zum Siedepunkt. Das Wort „Glaube“ ist hier richtig platziert, denn die Initiative steht der Sekte „Universelles Leben“ nahe, wie der Sprecher des Deutschen Jagdverbandes (DJV), Torsten Reinwald, gegenüber gruuna.com bestätigt und sich dabei auf intensive Recherchen einer Jagdfachzeitschrift beruft.

„Dialog zwischen uns und der Initiative gibt es keinen“, so Reinwald etwas enttäuscht. „Wir hatten probiert, auf Augenhöhe mit denen zu sprechen, aber die wollen nicht. So wie der Naturschutzbund übrigens auch, der ebenfalls die Gespräche abgebrochen hat.“

Die Glaubensformierung tritt unter „Universelles Leben“ seit 1984 auf und ging aus der Sekte „Heimholungswerk Jesu Christi“ hervor. Die Sekte wurde von Gabriele Wittek gegründet und hat sich mit dem Anbau und dem Vertrieb von selbstdeklarierten Bioprodukten veganer Art inzwischen ein Millionenvermögen aufgebaut.

Viele Tierschützer, die sich in mehr oder minder gegen die Jagd arbeitenden Vereinigungen zusammengeschlossen haben, verurteilen die Hobbyjagd, wie zum Beispiel Jagdreisen, bei denen Freizeitwaidmännern um viel Geld Hirsche und Bären vor die Flinte getrieben werden. „Da die Leute der Sekte vegan leben und auch andere davon überzeugen wollen, verurteilt die ,Initiative zur Abschaffung der Jagd’ nicht nur die Hobbyjagd, sondern die Jagd generell.“, weiß Reinwald.

Auf der Website der Initiative wird oftmals der Zoologe Josef H. Reichholf zitiert, der sich als Evolutionsbiologe auch mit Religion und der Menschwerdung beschäftigt. In Bezug auf die Jagd vertritt Reichholf die These, dass die Tiere einen Mechanismus besitzen, durch den sich die Population selbst regeln würde. Mit dieser wollen die Antijagd-Initiatoren die Jagdbegründung widerlegen, dass natürliche Feinde des Wildes heute fehlen würden. Der Wissenschaftler kommt, wie die in den Medien als Prophetin kommunizierte Wittek, aus Bayern.

Wissenschaftler abseits von religiösen Ansinnen sehen das Ganze etwas nüchterner und sind nicht grundsätzlich gegen die Jagd. „Ein Wildtiermanagement wäre viel leichter zu regeln, als die Konflikte zwischen Forstwirten, Jägern und Tierschützern“, so der Wildbiologe Klaus Hackländer von der Universität für Bodenkultur Wien gegenüber dem Bayerischen Rundfunk in einem Radiobeitrag.

Foto: pixabay

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Kommentare

02.02.2014 00:09 Ziegentom
Kurt Eicher, der in einem Heilbronner Gymnasium als Lehrer beschäftigt ist?
Wie sich diese Arbeit mit solch Tätigkeiten außerhalb des Berufs vereinbart ist fraglich.
Ist er wirklich Biologe?
Vielleicht Biologielehrer von Biologe unterscheiden bitte.......
02.02.2014 00:11 Ziegentom
Kurz recherchiert unter Quelle Wikipedia:
Kurt Eicher ist der Sprecher der Initiative zur Abschaffung der Jagd, der sein Brötchen als Biologielehrer und Schulleiter des Justinius-Kerner-Gymnasiums in Heilbronn verdient. Er arbeitet meist mit dem UL und Gruppen aus seinem Umfeld zusammen. Dabei verfügt Eicher ganz offenbar über so viel (vom Steuerzahler finanzierte) Freizeit, dass er sich neben der Tätigkeit als Schulleiter und Pädagoge und dem mutmaßlich vorhandenen Familienleben noch problemlos dem Betrieb mehrerer Jagdhasser-Seiten[1] sowie der Organisation der monatlich stattfindenden Anti-Jagd-Demos in Berlin zu widmen imstande ist.
02.02.2014 22:19 gruuna
Er bezeichnet sich selbst als Biologe und wir auch als dieser kolportiert. Seinen Lebenslauf kenne ich, wäre aber in einem Artikel über diese Initiative und die Hintergründe dafür zu viel des Guten.
Michi Jo Standl/Redaktion gruuna.com
03.02.2014 02:49 Ziegentom
Dann dürfte dieser Titel auch nicht kolportiert werden.
Wenn Menschen Titel tragen, die sie nicht erreicht haben, muss er richtiggestellt werden.
Dr Schavan und Dr. Guttenberg sind auch von Rechts wegen ihres Titels enthoben worden.
Gleiches Recht für alle.
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