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Der gruuna-Blog

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Wagyū-Rind
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04.02.2014, 15.05 Uhr

Wagyū-Rinder als Marktchance

Für Feinschmecker gehört das Fleisch der Tiere zu den Luxuslebensmitteln, wie Hummer und Kaviar, für Landwirte kann die Haltung eine Marktchance sein: Das Wagyū-Rind.

Die Rinder genießen wohltemperierte Ställe, Musikbeschallung und werden mit Bier, beziehungsweise dessen Nebenprodukten, gefüttert. Im Herkunftsland Japan genießen sie vor der Massage sogar noch eine Besprenkelung mit Reiswein. Das Ergebnis der Haltungsmethoden soll das (angeblich) beste Fleisch der Welt sein, das sich durch besondere Marmorierung, die von feinen Fettbahnen durchzogen ist, vom Fleisch anderer Rassen unterscheidet – und das hat seinen Preis. Zwischen 250 und 600 Euro kostet das Kilogramm. Die feine Geschmacksnote soll nach Überzeugung von Experten und Vermarktern auch das Abhängen nach dem sogenannten „dry aged Verfahren“ machen. Dabei reift das Fleisch am Knochen bis zu sechs Wochen.

Die Rinderrasse wird landläufig als Kobe-Rind bezeichnet, was allerdings nicht ganz richtig ist, denn es dürfen nur Wagyūs Kōbe-Rind genannt werden, die in der japanischen Region Kōbe geboren, gemästet und geschlachtet wurden.

In Deutschland leben momentan nur 600 Rinder in 28 Zuchtbetrieben. Auf Unterstützung aus dem Ursprungsland auf der anderen Seite der Welt können allerdings Züchter, die sich für das Edelrind entschieden haben, nicht hoffen. Die Ausfuhr von Rindern und Embryonen aus Japan ist streng verboten. Bisher gelangten nur 200 Tiere über Umwege in den Westen. Dies reichte aus, um in Kanada, Australien und den USA reinrassige Herden aufzubauen. Feinschmecker bestellen das Fleisch meist im Internet. Sogar ein großes Hamburger Versandhaus hat das Fleisch in seinem Angebot, allerdings als Import aus den USA und kann mit dem Wagyū-Beef stetige Umsatzsteigerungen verbuchen.

Spitzenköche wie Alfons Schuhbeck bedienen ebenfalls den Hunger ihrer potenten Gäste mit dem exklusiven Fleisch. Selbst Sepp Krätz, einer der Wirte des Münchener Oktoberfestes und gelernter Metzger, betreibt seit vergangenem Jahr eine eigene Wagyū-Zucht.

Seit 2008 besteht in Deutschland ein eigener Verein für Züchter. „Das Wagyū-Fleisch und seine Qualität müssen erst einmal bekannt gemacht werden, vor allem in der gehobenen Gastronomie“ sagte Vereinsgründer Klaus Möbius in einem Interview mit gruuna.com. Überzeugungsarbeit bei Branchenkollegen aus der Landwirtschaft, den Schritt zu wagen, sieht er immer noch als Aufgabe.

Das ungebrochene Interesse der Konsumenten an gehobener Küche zeigt, dass auch für deutsche Landwirte eine echte Chance in der Zucht der exklusiven Rinder liegt.

Bild: Wagyū-Rinder gelten in Deutschland auf Messen immer noch als exotische Attraktion. Foto: Messe Berlin

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