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Der gruuna-Blog

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Steak
228 mal angesehen
08.03.2014, 10.15 Uhr

Ösi-Kirche: Landwirte profitieren von Fleischverzicht

Am Mittwoch hat die diesjährige Fastenzeit begonnen, die nach christlichem Glauben mit dem Osterfest endet. Traditionell soll in diesen 40 Tagen, die auf den laut Bibel 40 Tagen Jesu in der Wüste beruhen, Verzicht geübt werden – auch von Fleisch, das ja früher ein Luxusgut darstellte..

Die Diözese Graz-Seckau (Steiermark) will dieses urchristliche Bewusstsein in einer umfangreichen Kampagne wieder stärken, allerdings mit weltlichen Argumenten wie Umwelt- und Tierschutz sowie der Sorge um die Gesundheit der Konsumenten. An der Aktion „Gerecht leben – Fleisch fasten“ sind zehn kirchennahe Einrichtungen beteiligt.

Neben der persönlichen Entscheidung, auf Fleisch zu verzichten, appellieren die Initiatoren an den globalen Umweltgedanken. Weltweit würden direkt oder indirekt 70 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen für die Fleischproduktion genutzt werden, ist sich Meister sicher. In Südamerika würden Wälder abgeholzt werden, um die Flächen zum Anbau von Tierfutter zu nutzen. Vorwiegend in Brasilien und Argentinien würden dadurch tausende Kleinbauern von ihrem Land vertrieben werden.

Heimische Landwirte könnten profitieren
„Ich glaube, dass es vielen schon sehr bewusst ist, dass der Fleischkonsum nicht unproblematisch ist. Wir können auch ohne auf Fleisch zu verzichten einfach Fleisch nur etwas reduzieren und dafür qualitativ hochwertiges Fleisch zu einem fairen Preis essen, wo die negativen Auswirkungen auf Tier, Umwelt, Klima und Mensch reduziert werden.“, erklärt Markus Meister von der Diözese in einem Interview mit Radio Steiermark.

Nutznießer einer Bewusstseinsänderung könnten somit vor allem auch heimische Landwirte sein. Denn was Meister damit meint, ist: Wenn die Konsumenten nicht so oft billiges Fleisch vom Discounter, sondern dafür häufiger qualitativ hochwertiges Fleisch essen würden, würde das auch den heimischen Landwirten etwas bringen. „Wir wollen niemandem das Schnitzel wegnehmen“, beruhigt der Kirchenmann.

„Derzeit gehören die heimischen Fleischbauern, angesichts der niedrigen Fleischpreise und des ständigen Drucks, wettbewerbsfähig zu bleiben, zu den Verlierern des Systems“, suchen die Initiatoren der Aktion die Konversation mit der Landwirtschaft. Die Situation in Österreich ist vergleichbar mit der in Deutschland.

Foto: emotionpic.de

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Kommentare

10.03.2014 17:38 Varminter
Die kirchlichen Komiker werden aber wenig Ösis finden, die 40 Tage kein Fleisch essen.



Hier haben die Pfaffen die selben Probleme wie überall: leere Kirchen, unbesetzte Pfarrstellen und steigende Kirchenaustritte.

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