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dlzUNTERWEGS: Osteuropa

Osteuropa und die Milchviehhaltung (11 Einträge)

Einer der drei Ställe mit 1.000 Kühen Kälberiglus Bis die Finger glühen
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02.04.2014, 01.39 Uhr

Tag 3: 3.000 Kühe und lost in Tschechien

Gerade hatten wir uns an die polnische Umgebung gewöhnt und schon näherte sich das Ende unseres Aufenthaltes in diesem Land. Die letzten Stationen waren zwei Betriebe mit jeweils einem 2x20 er Melkstand. Naja, das erzählte uns zumindest Martin Ziaja mit einem Augenzwinkern. Er melkt seine 125 Kühe auf recht ungewöhnliche Weise. Die erste Leistungsgruppe steht immer in der Anbindehaltung, 20 auf jeder Seite . Dort wird sie jeden Tag zweimal gemolken. Die erste muss dann für die zweite Leistungsgruppe ihren Platz in der Anbindehaltung räumen und wartet so lange im Stall der anderen. Arbeitsintensiv und alleine nicht zu bewerkstelligen, aber es funktioniert. Zellzahlen, Leistungen und Lebensdauer stimmen. Auch das Jungvieh steht mit viel Luft und Licht in einer Selbstbaulösung mit hohem Tierkomfort auf der Hofstelle.

Der zweite Betrieb melkt wirklich in einem 2x22 Fischgrätenmelkstand. Nur hier dauert die Melkzeit pro Durchgang 8 Stunden. Denn das landwirtschaftliche Kombinat melkt an diesem Standort 1.000 Kühe. Insgesamt gehören zu dem rein staatlichen Betrieb 3.000 zu melkende Kühe, verteilt auf drei Standorte.
Sehr imposant was uns auf diesem Betrieb begegnet. In jeder Hinsicht! Was wir dort genau erlebten und erfuhren, lesen Sie im primus Rind ab der Juli-Ausgabe.

In Sichtweite und damit in wenigen Minuten erreichbar lag die Grenze zu Tschechien. Dementsprechend schnell wechselte das Handynetz und wir waren im zweiten Land unserer Tour angekommen.
Die erste Pause mussten wir für Markus Pahlke notgedrungener und für uns Frauen mit schwachen Blasen erfreudiger Weise kurz hinter der Grenze einlegen um eine Vignette für die Autobahn zu kaufen. Nach dem wir nur das Nötigste an der Raststätte erledigt hatten, machten wir endlich die langersehnte Abendbrot-Pause beim Restaurant Zur gelben Möwe – und hier nahmen Elend, Panik, Erleichterung und der Start in eine 120 km lange Tour zurück seinen Lauf. Birgit Greuner wurde blass wie Einmal-Overalls als sie ihre Geldbörse suchte – naja und sie nicht fand. Ein Telefonanruf und 120 km später konnte sie ihr Hab und Gut vollständig wieder in die Arme schließen. Sie hatte es auf der ersten Raststätte auf dem stillen Örtchen vergessen. Ab sofort wurden alle Taschen und Habseligkeiten zweimal gecheckt!

Durch die Nacht, vorbei an erleuchteten tschechischen Merkmalen ging es nun weiter in die richtige Richtung. Um halb zwei nachts nahm die ähnlich müde Rezeptionistin uns müden Krieger in Empfang.
Morgen geht es früh weiter! Wir besuchen den Alimex-Betrieb.
Liebste Grüße und Gute Nacht!
Anneke Hasemann


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