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dlzUNTERWEGS: Osteuropa

Osteuropa und die Milchviehhaltung (11 Einträge)

Kuh in Tschechien
435 mal angesehen
03.04.2014, 06.37 Uhr

Tag 4: Tschechien ganz nah

Nach einer kurzen Nacht im Hotel in Plzen packten wir schon wieder unsere Sachen in den Bulli, für den wir vielleicht nach dieser Tour einen Duftbau besorgen sollten und fuhren zu unserem ersten Betrieb in Tschechien, den Alimex-Betrieb in Neszvestice. Das Ehepaar Rolovoffá, die als Tierproduktionsleiterin und Reproduktionstechniker dort angestellt sind, empfingen uns ,wie wir es in den letzten Tagen schon immer wieder erfahren haben, mit einer wahnsinnig lieben, gastfreundlichen und offenen Art.

Kuchen, Kaffee (ja, das mit dem Fasten hat sich für diese Tour definitiv erledigt) und viele offene Worte gab es erst mal im Betriebsbüro. Dort erzählten Sie uns, dass der Betrieb mit rund 1.000 Kühen neben 32 weiteren landwirtschaftlichen Betrieben zur Holding AgroFert gehört. Ihre 29 kg Milch pro Kuh Tag, die in drei Melkdurchgängen pro Tag ermolken werden, werden einmal pro Tag abgeholt und an eine Molkerei in Bayern geliefert.

Das wunderte uns, war aber schließlich beim Blick auf die Landkarte gar nicht so ungewöhnlich und im wahrsten Sinne des Wortes naheliegend.
Das Quotenende beunruhigt das Ehepaar nicht so sehr. Sie sind nur gespannt wie sich der Milchpreis entwickeln wird. Auf die Frage, ob es Pläne gäbe, mit der baldigen Möglichkeit unbegrenzt Milch zu erzeugen, die Herde aufzustocken, antwortet man mit Nein! Sie haben eh immer schon ohne Begrenzungen Milch ab- und vor allem überliefert, weit mehr als die eigene Quote. Da eine Superabgabe in Tschechien nicht gezahlt werden muss.
Darüber hinaus steht der Wechselkurs von tschechischen Kronen zum Euro derzeit ganz gut.

Nach dem Hofrundgang und wunderbaren Gesprächen – und weil wir uns alle, glaube ich sehr sympathisch fanden, gingen wir zusammen noch etwas zu Mittag essen. Das Handy von Hanna Rolloffová surrt surrt die ganze Zeit, SMS wurden beantwortet und kurze Telefonate auf Tschechisch geführt. Die Leiterin des Betriebszweiges Milchviehhaltung ist eine taffe, kluge und herzliche Frau Anfang 30. Ihren Mann Mike, der gebürtig aus Brandburg kommt, lernte sie damals in Deutschland kennen. Sie teilen die gleiche Leidenschaft und die gleichen Ziele, die dafür sorgten dass sie nach Tschechien zogen und diesen Betrieb leiten. Wir haben einen sehr privaten Einblick in das Leben der beiden erhalten und konnten so nicht nur viel über die Milchviehhaltung, die Strukturen und Abläufe eines über eine Holding geführten Betrieb erhalten, sondern auch über die Lebensweisen in diesem Land!

Da die Technik streikt, gibt es von diesem Betrieb jetzt leider keine Bilder. Heute Abend werde ich dann aber alle Schnappschüsse von unserem Tschechien-Stopp hochladen.

Ich bin gespannt was uns heute auf dem 800er Fleckviehbetrieb erwartet.

Kommen Sie gut in den Tag!

Liebste Grüße
Anneke Hasemann


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