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dlzUNTERWEGS: Osteuropa

Osteuropa und die Milchviehhaltung (11 Einträge)

Außenwirkung Kälberiglus aus Stroh Fütterungstechnik auf dem RedHolstein Betrieb
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04.04.2014, 23.02 Uhr

Tag 6: Land(wirtschaft) und Leute

Der erste Tag mit Betriebsbesichtigungen in der Slowakei haben wir hinter uns und es war der erste Tag und die ersten Betriebe, die uns leicht an unsere journalistischen und nervlichen Grenzen gebracht haben. Károly Gutei, Berufsschullehrer in Ungarn und seine Cousine, Amtstierärztin in der Slowakei hatten die Betriebe heute organisiert und waren unsere Dolmetscher.

Die Tierärztin übersetzte Károly das Gesagte in Ungarisch und Károly dies wiederum uns in Deutsch. Naja und dann auch umgekehrt. Gerade der erste Betrieb namens ProGress Selice, der genossenschaftlich organisiert war, ließ sich kaum in die Karten schauen. Informationen waren nur schwer aus ihnen heraus zu bekommen und gingen bei der Übereck-Übersetzung zum Teil auch verloren. Zu diesem Betrieb gehören 3.500 ha Ackerland (Luzerne, Mais, Gerste, Weizen), rund 700 Kühen und hatte uns mit ihren Kälberiglus aus Strohballen überrascht. Man spürte schon recht stark den kommunistischen Einfluss sowohl auf die Betriebsführung als auch auf die Menschen dort. Es wurde viel geschimpft über die eigene Landespolitik und die im Moment nicht vorhandenen Fördermittel. Sie fühlen sich benachteiligt gegenüber den anderen EU-Staaten angesichts des nahenden Quotenendes. Leicht niedergeschlagen fuhren wir auf den zweiten Betrieb, der ebenfalls als Genossenschaft lief.

Wir brauchten nicht lange um zu erkennen, dass auch hier Zeit und Geld rar sind, aber der Präsident Josef Puvák viel offener mit seinen Betriebsdaten umgeht. Erleichterung machte sich langsam bemerkbar. Das Tempo, dass wir beim Betriebsrundgang fuhren, war allerdings ähnlich hektisch, so dass wir einige tolle Fotomotive auslassen, beziehungsweise nicht vollkommen ausschöpfen konnten.

Trotzdem verließen wir mir einem guten Gefühl den Hof und der Salat nach der Dusche im Hotel (wir hatten zum Mittag ein sehr deftiges slowakisches Essen mit Würsten und Gulasch) tat uns allen gut.
Morgen schauen wir uns einen 2.000er Milchviehbetrieb an und von da an reisen wir weiter nach Ungarn, wohin uns unser Multitasking-Dolmetscher begleitet.

Wir sind gespannt und freuen uns auf all das, was noch kommt – auch wenn es wieder interessante Mentalitäten sind. Apropos Mentalitäten, nach 5 Tagen Kaffee und Kuchen zum Mittag gab es in der Slowakei Schnaps und Wein. Aber gut, wir sind da ja flexibel!

Liebste Grüße
Anneke Hasemann
offline

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