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dlzUNTERWEGS: Osteuropa

Osteuropa und die Milchviehhaltung (11 Einträge)

72er Melkkrussell in der Slowakei Zweites Frühstück Immer nah dran - Birgit Greuner
456 mal angesehen
06.04.2014, 15.35 Uhr

Tag 7: Von der Slowakei nach Ungarn

Was war das für ein Tag gestern?! Da leider die Technik gestern in unserem Hotel streikte, kann ich erst heute berichten:

Wir besuchten morgens noch in der Slowakei den Milchviehbetrieb Farma Majcichov der vier Dänen gehört und von einem slowakischen Betriebsleiter geführt wird. Der Herdenmanger zeigte uns den Milchviehbereich mit 2.350 Kühen, die in einem 72 Melkkarussell (das größte Melkkarussell in Europa, es gibt nur noch eins in Ungarn, das diese Anzahl an Melkplätzen hat) gemolken werden, die Kälberhaltung in Iglus, die Fütterung sowie die Gülleseparation für die Liegenboxen.

Im besten Englisch mit zartem slowakischem Akzent erklärte er zudem welche Probleme sie haben, überhaupt und dann noch qualifizierte Mitarbeiter zu finden obwohl sie mehr zahlen würden, als die naheliegende Produktion des Unternehmens Samsung.

Warum seine Zuchtziele Langlebigkeit und Leichtkalbigkeit sind, wie er besamt und warum der Besamungsindex immer noch so hoch ist, lest ihr in den kommenden primus Rind ausgaben ab Juli.

Von dort ging es weiter nach Ungarn. Ich weiß nicht so richtig, was ich erwartet habe, aber nicht, dass Ungarn ein ärmeres Bild abgibt als die Ländern Polen, Tschechien und die Slowakei. Die Häuser die anfangs zwischen den vielen Felder, Weinstöcken und Wäldern einfach urig und niedlich aussahen, vermittelten in den städtischen Regionen ein eher heruntergekommenes Bild.

Aufgrund der Nähe zu den Betrieben, die wir am Montag besuchen wollen (Sonntag, also heute ist für uns ein Tag ohne Betriebe, da in Ungarn Wahlen sind) suchte ich ein Hotel in Dombovar aus. Als wir auf den Parkplatz fuhren ahnten wir schon, was uns drinnen erwarten würde. Schwierig, sehr schwierig.

Zum Essen fuhren wir dann nach der Ankunft und dem ersten Schock nach Pesc. Mit jedem Hügel und jedem Kribbeln im Bauch erhöhte sich unsere Laune und das Hotel nahmen wir schon fast mit Humor. Auf der hügeligen Landstraße stand am Weg schließlich die Polizei, die sich an so einem Samstagabend wahrscheinlich langweilte und uns erstmal herauswinkte. Oh man, unsere Coolness verschwand schlagartig. Gott sei Dank war alles in Ordnung und Markus Pahlke nutzt gleich die Gunst der Stunde um mit der wiedergewonnen Coolness nach einem guten Restaurant zu fragen.
Naja, nach einem Hotel hätte er auch mal fragen sollen .

Am Ortseingang von Pecs beschlossen wir nun nur eine Nacht in unserem Hotel zu bleiben und uns hier ein neues Hotel zu suchen - und das fanden wir auch gleich und buchten für die nächsten Nächte unsere Zimmer (viel besser und günstiger).
Die Laune stieg weiter und wir ertrugen nach dem Essen, wie Profis auch das schlimme Hotelzimmer. Jetzt ist Sonntag und wir sind in unserer neuen Herberge für die kommende zwei Nächte angekommen.

Da in Ungarn heute Wahlen sind, stehen für uns keine Betriebsbesichtigungen auf dem Plan, so dass wir aber Zeit haben unsere Texte zu schreiben, Bilder zu bearbeiten oder auch entspannt zu einer moderaten Uhrzeit diesen Blog zu schreiben.

Es ist der Wahnsinn, was wir in den letzten Tagen alles erleben durften. Wir sind durch vier Länder gefahren, haben bis jetzt 8 Betrieb unter die Lupe genommen und haben noch zwei sowie eine 8 stündige Heimreise (für die Hannoveraner noch mal 5 von München nach Hannover dazu) vor uns.

Um es mit den Worten aus der Edeka-Werbung zu formulieren: Sehr sehr geil!

Liebste Grüße und einen schönen Sonntag
Anneke Hasemann
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