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Der gruuna-Blog

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Spritze
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10.04.2014, 13.44 Uhr

Drängen auf Antibiotika-Datenbank

Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) drängen darauf, endlich ein praxisnahes Antibiotika-Monitoring zu schaffen, durch das Medikamenteneinsatz mithilfe einer flächendeckenden staatlichen Datenbank kontrolliert werden kann. Mit einer zuverlässigen Datengrundlage sollen langfristig resistente Keime reduziert werden.

Landwirtschaft und Tierärzteschaft sind sich einig, auch in Zukunft bei der Entwicklung intensiv zusammenzuarbeiten. „Wir haben eine gemeinsame Verantwortung für die Weiterentwicklung der Nutztierhaltung“, sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied anlässlich eines Spitzentreffens beider Verbände Anfang April in Berlin. „Eine zukunftsfähige Nutztierhaltung in Deutschland ist nur möglich, wenn wir gemeinsam voran gehen. Meinungen, die ausschließlich die moderne Tierhaltung diffamieren und sich im Grundsatz von der heutigen Landwirtschaft distanzieren, tragen wir nicht mit.“, ergänzt bpt-Präsident Hans-Joachim Götz. „Tierärzte und Tierhalter arbeiten gemeinsam an dem Ziel, die Tiergesundheit zu verbessern und den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung weiter zu reduzieren, um der Resistenzentwicklung entgegen zu wirken. Dafür müssen jedoch die geeigneten Rahmenbedingungen geschaffen werden“, so Götz weiter.

Die Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) ist zwar am 1. April in Kraft getreten, wie es nun weitergeht und wie ein Monitoring, was den Antibiotika-Einsatz betrifft, umgesetzt werden kann, sei noch nicht geklärt, sind sich Bauernvertreter und Tierärzte einig. „Die Tierhalter und Ärzte brauchen Klarheit und Praktikabilität. Das Vorgehen der Bundes- und Landesregierungen führt zu Verunsicherungen und offenen Fragen, die schnell geklärt werden müssen“, fordern beide Präsidenten.

Koalition kommt Versprechen nicht nach
Beide Verbände berufen sich in ihren Forderungen auf den Koalitionsvertrag, in dem festgehalten ist, dass die gesetzlichen Regelungen zur Verringerung des Antibiotika-Einsatzes unbürokratisch und praxisnah umgesetzt werden sollen. Das bestehende, privatwirtschaftlich organisierte QS-Antibiotikamonitoring würde laut Rukwied nicht genügen: „Es muss daher Gleichklang zwischen dem in der Praxis bereits etablierten QS-Antibiotikamonitoring und dem staatlichen Monitoring hergestellt werden.“ Das funktionierende QS-System müsse genutzt werden, damit die 16. AMG-Novelle ohne Verzögerung und überbordende Bürokratie umgesetzt werden könne, ist sich Götz ebenfalls sicher.

Foto: Jens Goetzke/pixelio.de

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Kommentare

12.04.2014 13:12 Ziegentom
Weiterentwicklung ist Erhalt der Rassen, die erst gar nicht die Mengen von Antibiotika benötigen.
Auch die Massenmästung trägt zu dieser Misere überhaupt bei, dass es keine abgehärteten Tiere mehr gibt.
In unserem Betrieb werden seit Jahren so gut wie keine Antibiotika eingesetzt und die Tiere gedeihen auch.
Der Missbrauch erzeugt erst überhaupt diese Forderungen nach Management.
14.04.2014 21:10 Kone
Du willst doch nicht allen Ernstes Schweine mit Ziegen vergleichen??
14.04.2014 23:02 Ziegentom
Ich habe niemand angegriffen der verantwortungsvoll mit den Dingen umgeht. Leider zeigen Skandale immer wieder auf, welche Missstände herrschen.
Und das Hauptproblem in meinen Augen ist die Hochspezialisierung auf nur bestimmte Bereiche .
Früher gabs beim Bauern fast alles, vom Schinken bis zum Ei. Aber dieses Bauerntum wurde über die Klinge gejagt und zum Sterben verurteilt.
Und Schweine vergleiche ich nicht mit Ziegen, habe zwar nicht viele Schweine, davon hat aber noch nicht eines Antibiotika gebraucht. Das älteste Zuchttier ist derzeit ein Eber mit 7 Jahren. Weder Entwurmung noch irgendein Medikament.
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