Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadFotosVideosBlogsMitglieder

dlz roadshow: Precision Dairy ...

Wir berichten live vom Intensiv-Seminar (6 Einträge)

Milchviehhaltung in Israel Referent Dr. Doron Bar Bauernmarkthalle im österreichischem Ried
425 mal angesehen
25.06.2014, 15.41 Uhr

TAG 3: Hohe Milch- und Fruchtbarkeitsleistungen schließen sich nicht aus

Wir sind in Österreich! Vorbei an den Alpen und dem Chiemsee genossen wir auf dem Weg dorthin eine wunderschöne Aussicht. Im Hotel angekommen, wollten wir uns mit einem zünftigen Abendessen stärken.

Das Motto der Speisekarte lautete: „Alles Schwammerl!“, bedeutet so viel wie: Alle Gerichte sind mit Pilzen. Ob in der Soße, mit dem Fleisch verarbeitet, in der Suppe oder als Beilage. Überall waren die Schwammerl zu finden. Ich fand das wunderbar. Maren nicht. Denn wer sie kennt, der weiß: Ihr Pilze aufzutischen, kommt einem Verbrechen gleich. Markus Pahlke und ich haben uns gekugelt vor Lachen, auch deshalb, weil sich Maren aus der Not heraus für die „kulinarische Wildsau“ entschied – ohne Pilze versteht sich. Sie bekam ein einfaches Wiener Schnitzel mit Pommes und einem kleinen Salat. Die Wogen waren wieder geglättet, die Stimmung gut, der Abend gerettet!

Heute Morgen fuhren wir dann in die Bauernmarkthalle in Ried. Hier berichtete Dr. Doron Bar aus Israel darüber, wie sich Fruchtbarkeit planen lässt. Er spricht gutes Deutsch – gepaart mit einem entzückenden Schweizer Akzent, da er sein tiermedizinisches Studium an der Universität in Bern abgeschlossen hat.

Die teilnehmenden Milchviehalter spitzten die Ohren, als er mit dem Mythos aufräumte, hohe Milch- und Fruchtbarkeitsleistungen würden einander ausschließen. Dass dies wahrlich nicht so ist, belegte er mit Beispielen aus seiner Heimat: Einer der zwölf besten israelischen Betriebe erreicht eine durchschnittliche Milchleistung von 13.000 kg mit einem Erstbesamungserfolg von 60 Prozent. Natürlich wollten die am Seminar teilnehmenden Milchviehhalter von ihm erfahren, wie das funktionieren kann.
„Um gut zu sein, muss man alles gut machen“, entgegnete Dr. Doron Bar prompt. Dazu ist es nötig, typischen Krankheiten rund um die Geburt vorzubeugen, Lahmheiten zu minimieren und eine negative Energiebilanz auf einen möglichst kurzen Zeitpunkt zu beschränken. Eine gute Brunsterkennung ist ebenfalls wichtig. Sie muss entweder straff organisiert sein oder mit effektiven Erkennungssystemen erfolgen.

Wenn eine Kuh bis zur ersten Besamung brunstlos bleibt, kommt es auf eine intensive Diagnose an. Die freiwilligen Wartezeiten sind anzupassen, der Body-Condtion-Score zu kontrollieren und an das Leistungsniveau anzugleichen. Von einem Hormoneinsatz zur Brunstsynchronisation hält Dr. Doron Bar nicht viel. Vor allem nicht bei gesunden Kühen. In einigen Betrieben verspricht sie, aufgrund von negativen Energiebilanzen der Herde, ohnehin keine guten Erfolge.

Hier seht ihr Dr. Doron Bar noch einmal im Interview!
[agrarheute.landlive.de]

Gleich machen wir uns auf dem Weg zurück nach Deutschland. Nach Baden-Württemberg, um genau zu sein. Dort startet morgen Tag 4 unserer roadshow. Seid gespannt, was Prof. Volker Krömker zu berichten weiß!

Bis dahin viele Grüße!
Eure Anne Grave

offline

Geschrieben von

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Zum Seitenanfang