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Der gruuna-Blog

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Breitband-Internet
159 mal angesehen
05.07.2014, 07.26 Uhr

Breitband: Neue Bundesländer noch im „Internet-Mittelalter“

Der Deutsche Bauernverband (DBV) macht sich nun Sorgen um die digitale Erreichbarkeit der deutschen Landwirte und das mit Recht. Denn in weiten Gebieten der Bundesrepublik können Internetnutzer noch immer nicht von der Breitbandtechnik profitieren. Auffällig dabei ist, dass gerade die neuen Bundesländer noch unterversorgt sind.

Der DBV nahm die dieswöchige Debatte des Deutschen Bundestags über eine flächendeckende Breitbandversorgung zum Anlass, seinen Forderungen, die ländlichen Regionen beim Ausbau nicht zu vergessen, Nachdruck zu verleihen. Es gelte, die digitale Kluft zwischen ländlichen und städtischen Gebieten schnell und wirksam zu überwinden, heißt es vom Verband. Dies sei auch im Koalitionsvertrag so vereinbart.

Der Bauernverband macht in seiner Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass schnelles Internet eine entscheidende Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg und Lebensqualität ist. Die Arbeitsfähigkeit, die Bildungs- und Informationsmöglichkeiten der auf dem Land lebenden und arbeitenden Unternehmerfamilien aus Landwirtschaft, Handwerk und anderen Wirtschaftsbereichen und auch die nachhaltige Sicherung der Fachkräfteversorgung hingen mittlerweile in hohem Maße vom Zugang zu leistungsfähigem Internet ab.

Im Hochleistungsbereich von 50 Mbit/s und mehr liegt die Versorgungsrate in den ländlichen Gebieten, wie etwa großflächigen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns, Sachsen-Anhalts und Sachsens, deutlich unter 10 Prozent. Am besten versorgt sind Süd- und Nordeutschland. Da das Marktumfeld sowie die bislang etablierten öffentlichen Maßnahmen bei weitem nicht ausreichten, um ländliche Gebiete in absehbarer Zeit mit schnellem Internet zu versorgen, müsse man im Rahmen eines umfassenden Breitband-Ausbauprogramms vor allem Maßnahmen zur Kostensenkung, Weiterentwicklung der regulatorischen Rahmenbedingungen und Verwaltungsvereinfachung sowie verbesserte Fördermöglichkeiten ergreifen. Der Bund stehe hier gemeinsam mit den Ländern in der Verantwortung. Kommunale, regionale und unternehmerische Initiativen seien mit einzubeziehen, so der Bauernverband.

Der Grund für die Unterversorgungen ist beim Material der Übertragungskabel zu suchen. In weiten Teilen Deutschlands werden noch immer Kupferkabel verwendet. Es wird zwar versucht, die Leistung durch LTE-Standard oder Vectoring-Technologien zu optimieren, das sei aber laut DBV nur eine Übergangslösung. Das Ziel müsse vielmehr der flächendeckende Ausbau moderner, hochleistungsfähiger Zunkunftstechnologien sein. In den periphären ländlichen Gebieten könne die Leistung nur durch die Anbindung an ein Glasfaserkabelnetz erhöht werden.

Bild: Glücklich der, der Breitband hat. Ohne die schnelle Technologie kann das Surfen im Internet schnell zur Tortur werden. Foto: obs/AVM GmbH

Hier geht’s zur Deutschlandkarte, auf der die Grenze zwischen den alten und den neuen Bundesländern, was die Internetgeschwindigkeit betrifft, deutlich sichtbar ist.

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Kommentare

05.07.2014 16:44 Notill
irgendwie komisch...
mein Eindruck ist eher der, daß im Osten der Ausbau auf dem Land deutlich besser ist, als zum Beispiel in Bayern....
Hier ist ISDN z.T. noch das beste was es gibt...
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