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Der gruuna-Blog

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Neue Software „cows and more“
216 mal angesehen
14.10.2014, 14.29 Uhr

Milchkühe: Digitale Wellness-Oase

Kühe können sich nicht äußern, wie gut oder schlecht es ihnen geht. Eine von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen entwickelte Software soll künftig mithilfe verschiedener Faktoren eine Art „Verhaltens-Timeline“ erstellen. Nach der Auswertung soll es ein Leichtes sein, in der Haltung auf die „Wünsche“ der Kühe einzugehen.

Mit dem Tool „cows and more“ werden Kriterien in Bezug auf Verhalten, Habitus und Stoffwechsel erfasst, in einer Datenbank gespeichert und analysiert. Basierend auf den Ergebnissen lassen sich dann Optimierungen einleiten. Angewendet wird die Software gemeinsam mit einem Berater auf einem Tablet-PC mit berührungsempfindlicher Oberfläche direkt im Stall. Das Menü führt dabei durch die Räumlichkeiten, nimmt relevante Daten auf und stellt sie automatisch grafisch dar.

Die Entwickler der Konfiguration sehen diese auch als zusätzliches Instrument zur gesetzlich geforderten betrieblichen Eigenkontrolle der Tiergerechtigkeit. So wird drei Stunden nach der Futtervorlage der Aufenthaltsort aller Tiere im Stall bonitiert. Es wird erfasst, wie viele Tiere fressen, laufen, stehen oder liegen. Sogar die Sauberkeit der Kühe kann durch einen Hygieneschlüssel, der sieben Körperregionen und sechs Sauberkeitsstufen umfasst, analysiert werden. Verschmutzungen seien in der Regel auf unmittelbare Einflüsse durch Haltung, Management und Fütterung zurückzuführen. Auch Verletzungen durch Stalleinrichtungen sollen durch das Analysetool vermieden werden.

Begleitende Beratung
Die Software ist derzeit im Rahmen der Offizialberatung für nordrhein-westfälische Landwirte erhältlich und dazu gedacht, gemeinsam mit einem Berater der Landwirtschaftskammer zu bedienen. „Es ist aber geplant, dass das Programm neu programmiert und damit noch benutzerfreundlicher wird. Diese Version soll dann mit einer entsprechenden Schulung auch an andere Beratungsorganisationen außerhalb Nordrhein-Westfalens verkauft werden.“, so Julia Glatz, Referentin unteranderem für Tierhaltung und Betriebswirtschaft bei der Kammer. „Ohne geschultes Personal sollte es aber keine Anwendung finden“, so die Expertin weiter.

Die Neuheit vom Rhein scheint anzukommen, denn die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) wird der Software auf der diesjährigen EuroTier in Hannover (11. bis 14. November) eine Goldmedaille umhängen. Interessierte Messebesucher finden die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Halle 26 am Stand 26CO8b.

Bild: Digitale Stallarbeit – Mithilfe der Software werden Verhaltensprofile der Kühe erstellt und so die Haltung optimiert. Foto: Ludger Bütfering

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