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Der gruuna-Blog

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Windkraftanlagen
188 mal angesehen
20.11.2014, 10.49 Uhr

Windkraftanlagen schädigen offenbar Wälder

Die Deutsche Wildtier Stiftung sieht durch die stetig wachsende Anzahl von Windrädern die Waldökologie und somit das von der Bundesregierung angestrebte Ziel, bis 2020 den Rückgang der Artenvielfalt (Biodiversität) zu stoppen, gefährdet. Eine Studie soll die Theorie jetzt belegen.

Laut dem Autor der Studie, Dr. Klaus Reinarz, erhöhe der Mangel an geeigneten Flächen für Windkraftanlagen den Druck auf empfindliche Ökosysteme wie den Wald. In Deutschland fielen Jahr für Jahr bis zu 240.000 Fledermäuse Windkraftanlagen zum Opfer. Sie können zwar den Rotoren auch im Dunkeln ausweichen, aber im Unterdruck auf der Rückseite der Anlagen platzen ihre Lungen. „Die meisten heimischen Fledermausarten stehen auf der Roten Liste“, weiß Richarz. Besonders sensibel reagierten auch Vogelarten, wie der extrem seltene Schreiadler, der Rotmilan und der Schwarzstorch. Der Bilologe bringt auch ein konkretes Beispiel. Der Brutbestand des seltenen Schwarzstorchs am hessischen Vogelsberg habe sich nach dem Bau von 125 Windkraftanlagen in einem Zeitraum von nur sechs Jahren halbiert. Schwarzstörche seien sehr störempfindlich. Viele Greifvögel hingegen würden durch Kollisionen mit den Rotorblättern sterben, zeigt sich die Wildtier Stiftung besorgt.

„Wildtiere dürfen nicht die Verlierer der Energiewende sein. Die Energiewende braucht eine Wende zugunsten der Natur“, so Prof. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Stiftung. „Buchenwälder müssen zur Tabuzone erklärt werden“, sagt Richarz. „Sie sind Hotspots der Biodiversität, für die Deutschland globale Verantwortung trägt.“

Auch Enoch Freiherr von und zu Guttenberg, Gründungsmitglied des BUND und Waldbesitzer in Bayern, begrüßt die Initiative der Deutschen Wildtier Stiftung. Baron zu Guttenberg sieht in Windenergieanlagen „Industrieanlagen in deutschen Wäldern“ und fürchtet katastrophale Auswirkungen für das Ökosystem Wald.

Foto: pixabay.com

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Kommentare

21.11.2014 14:55 rocknrolldirk
Dann muss der Strom wohl doch aus der guten, alten Steckdose kommen. Sicher ist: Wir werden niemals Strom ohne Auswirkung auf die Natur produzieren können, allerdings kann die Auswahl der Produktionsverfahren diese Auswirkungen stark beeinflussen. Die Bilanz von Windrädern ist in dem Zusammenhang verglichen mit allen anderen Verfahren ausgesprochen gut! Betrachten wir den Klimaschutz als Teil der Erhaltung der "Natur" wie wir sie kennen, eignen sich WKA sehr wohl dies positiv zu begleiten. Und wenn wir Tiere wie Vögel und Fledermäuse retten wollen-warum verbieten wir nicht erstmal den Straßenverkehr? Wenn wir keine Energiewende machen, verlieren ALLE. Mensch UND Tier. Diesen Sommer sind Greifvögel wie Milan und Bussard bei uns stark zurückgegangen-nicht wegen WKA, sondern weils keine Mäuse gab. Das hat sich mittlerweile geändert, jedoch zu spät um den Bruterfolg zu sichern. Sofern die Mausbestände nächstes Jahr nicht zusammenbrechen wird es massenhaft Greifvögel geben. Schwarzstörche sind hier übrigens erst vor ein paar Jahren aufgetaucht und scheinen erfolgreich zu brüten. Ich treff sie beim Fahrradfahren häufig 500 m von einem Waldlichtungswindrad entfernt bei der Futtersuche an. Die Feindschaft der über 40jährigen gegenüber WKA ist nicht wegzudiskutieren. Ihre Argumentation ist oft seltsam, und passt in manchen Fällen auch nicht zu denen die sie vorbringen. Das nährt den Verdacht, dass die Gegnerschaft vor den Argumenten da war....sprich, man ist dagegen und zieht jedes Argument heran, das sich nicht wehrt. Die "platzenden Lungen"der Fledermäuse sind ein typisches Schlagwort, um WKA zu Mordmaschinen zu stilisieren. Kein Bisschen besser oder gehaltvoller als das Wort "Massentierhaltung".
21.11.2014 19:56 barnstree
Die meisten Windräder sind Stehräder. Viele Kommunen ärgern sich über die Fehlplanungen und Fehlinvestionen und der Bürger muss es letztendlich zahlen. Gerade in der Gruuna Area stehen sehr viele Stehräder und darunter riesengroße Felder ohne Heckensäume. Hecken sind beste Garanten für eine reichhaltige Artenvielfalt. Das könnte man ja ändern und dazu wünsche ich mir vom Gruunateam praktische Lösungen und nicht immer mit dem ausgestreckten Finger auf andere Fehlentwicklungen zeigen. Also auf gut Deutsch erstmal an die eigene Nase fassen und ortsnah ....und Hecken pflanzen und überzeugende Argumente für Agraset und Co entwickeln.
22.11.2014 10:14 gruuna
Hallo barnstree,

wir kommen nicht mit dem ausgestreckten Zeigefinger. Der Artikel spiegelt als neutrale Berichterstattung lediglich das wider, was die Deutsche Wildtier Stiftung „rausgehauen“ hat. Die Meinung dazu kann sich jeder selber bilden.

Viele Grüße,
Michi Jo Standl/Redaktion gruuna.com
22.11.2014 21:19 Notill
Jede Stromtrasse macht mehr Schaden...
Das Problem ist eine kleine aber laute Gruppe von gut verdienenden Schullehrern, welche nicht mit Geld umgehen können, und alles für reisen usw verpulvern... also nicht genug Bares haben um sich an Bürgeranlagen zu beteiligen... und darum aus Neid eine gegeninitiative gründen....
Seht euch doch mal die Vorstandschaften der betreffenden gruppen an...
24.11.2014 20:41 rocknrolldirk
barnstree schrieb:
Die meisten Windräder sind Stehräder. Viele Kommunen ärgern sich über die Fehlplanungen und Fehlinvestionen und der Bürger muss es letztendlich zahlen. Gerade in der Gruuna Area stehen sehr viele Stehräder und darunter riesengroße Felder ohne Heckensäume. Hecken sind beste Garanten für eine reichhaltige Artenvielfalt. Das könnte man ja ändern und dazu wünsche ich mir vom Gruunateam praktische Lösungen und nicht immer mit dem ausgestreckten Finger auf andere Fehlentwicklungen zeigen. Also auf gut Deutsch erstmal an die eigene Nase fassen und ortsnah ....und Hecken pflanzen und überzeugende Argumente für Agraset und Co entwickeln.


Stehräder? Das liegt an der hirnrissigen Regelung, dass Windräder abgeregelt werden wenn AKW und KKW genug Strom machen (die können ja nicht abregeln) Stehräder stehen nämlich gerne direkt neben "Laufrädern". Sie wechseln sich damit ab die Stehprämie zu kassieren.
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