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Der gruuna-Blog

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Pöttinger Servo 35 Nova
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13.12.2014, 10.00 Uhr

Flächenerhalt statt bürokratischer EU-Richtlinien

Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV) mahnt zum vernünftigen Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen. Bernhard Krüsken sprach auf der Tagung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zum Internationalen Jahr des Bodens 2015.

„Landwirtschaftlich genutzte Böden sind die Lebensgrundlage unserer Gesellschaft. Der Schutz dieser Böden vor Flächenverbrauch und Versiegelung und die Erhaltung landwirtschaftlicher Flächen muss am Anfang des Bodenschutzes stehen.“, so Krüsken. Der Generalsekretär betonte, dass die Erhaltung und Förderung von nachhaltiger Bodenfruchtbarkeit und Ertragsfähigkeit im elementaren Interesse der Landwirte liege. Der Schutz der Böden sei in einer Vielzahl von europäischen und nationalen Regelungen des Dünge-, Wasser-, Abfall- und Baurechtes verankert. Bodenschutz werde über die nationale Gesetzgebung und das Eigeninteresse der Landwirte zielführender erreicht als über neue bürokratische Schutzpläne und Doppelregelungen auf europäischer Ebene.

Krüsken gab auch zu bedenken, dass eine europäische Bodenrahmenrichtlinie keinen Sinn mache, solange das eigentliche Problem Flächenmaß nicht angegangen werde. „Wenn wir das Jahr des Bodens 2015 ernst meinen, brauchen wir ein gesetzlich festgeschriebenes Erhaltungsgebot für landwirtschaftlich genutzte Flächen“, erklärte er. Die Zeit, endlich das Grundverständnis für die knappe Ressource Boden zu ändern, sei längst gekommen, erinnerte Krüsken an die bereits 2011 gestartete DBV-Kampagne „STOPPT Landfraß“. Kommunen, Gemeinden und Städte dürften nicht länger eine Entwicklung auf der „Grünen Wiese“ forcieren, sondern müssten der Innenentwicklung Vorrang geben. „Die Politik sollte zudem ein gesetzliches Erhaltungsgebot für landwirtschaftliche Flächen schaffen“, forderte der Bauernvertreter.

Zu den Forderungen nach einer Reduktion des so genannten „virtuellen Landimports“ merkte Krüsken an, dass dies nur über eine produktive und effiziente Landnutzung in Deutschland und in Europa geleistet werden kann. „Solange die Agrar- und Umweltpolitik in Deutschland und der EU der landwirtschaftlichen Nutzung Flächen entzieht oder die Flächenproduktivität senkt, vergrößert sich dieser virtuelle Flächenimport. Zur internationalen Verantwortung Deutschlands gehört es demnach auch, im eigenen Land eine nachhaltige, produktive und effiziente Flächennutzung zu erhalten“, rief Krüsken die Politik zur Vernunft auf.

Foto: Alois Pöttinger Maschinenfabrik GmbH
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Kommentare

16.12.2014 09:27 Notill
Das bisher beste, was vom DBV kam... leider wird es so ein Beitrag nie in die 'normale' Öffentlichkeit schaffen, sondern nur in der Fachpresse rumgereicht werden.
Die Pressemacht der Landwirtschaftsfeindlichen NGO's wird es zu verhindern wissen, saß solche Meldungen an die breite Bevölkerung gelangen.
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