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Der gruuna-Blog

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Rheinland-Pfälzische Landwirtschaft- und Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen)
132 mal angesehen
23.12.2014, 11.44 Uhr

Kommt bald der Öko-Weihnachtsbaum?

In Deutschland erfunden ziert der Weihnachtsbaum seit dem 19. Jahrhundert von Heilig Abend bis in den Januar Wohnungen, Plätze und Gotteshäuser. Nun soll auch er in eine Biolinie bekommen, zumindest wenn es nach der rheinland-pfälzischen Landwirtschafts- und Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen) geht. Die Politikerin schlägt vor, das immergrüne Gehölz mit dem FSC-Ökosiegel zu versehen.

„Damit möchten wir den heimischen Weihnachtsbaumproduzenten die Möglichkeit geben, besonders umweltverträglich erzeugte Weihnachtsbäume zertifizieren und kennzeichnen zu lassen. Zudem können Verbraucher anhand des Siegels die ökologisch produzierten Weihnachtsbäume erkennen“, so die Ministerin. Derzeit sei der Weihnachtsbaum-Markt sehr undurchsichtig. Über eine Million Weihnachtsbäume dienten jährlich in Rheinland-Pfalz als Festtagsschmuck. Allerdings stamme weniger als die Hälfte davon aus rheinland-pfälzischen Wäldern oder heimischen Weihnachtsbaumkulturen. Der Großteil komme aus speziellen Weihnachtsbaumplantagen aus dem In- und Ausland, weiß Höfken. „Dort werden nicht immer die hohen ökologischen Standards eingehalten, die wir uns wünschen“, so die studierte Agraringenieurin. Ein unabhängiges Zertifizierungssystem wie der FSC, welches mit einem FSC-Label dies bescheinige, sei ein Weg für naturorientierte Verbraucher, ihren Weihnachtsbaum mit ruhigem Gewissen kaufen zu können.

Höfken will mit dem Vorschlag die hohe Qualität der heimischen Wälder auch auf die Weihnachtsbäume übertragen und hat bereits einen FSC-Zertifizierer beauftragt, einen konformen Standard zu entwickeln. Die Freigabe von FSC-International könne dann aber noch drei bis fünf Jahre dauern, so die Ministerin. Bis dahin empfiehlt sie, die Weihnachtsbäume direkt bei heimischen Waldbesitzern oder Förstern zu kaufen.

Das FSC-Siegel
Der FSC (Forest Stewardship Council, dt. in etwa Rat für verantwortliche Waldwirtschaft) wurde 1993 als unabhängige, gemeinnützige Nicht-Regierungsorganisation gegründet. Er ist das Ergebnis des Weltgipfels „Umwelt und Entwicklung“, der 1992 in Rio de Janeiro stattfand. Das FSC-Label auf einem Holz- oder Papierprodukt ist ein eindeutiger Indikator dafür, dass das Produkt aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammt. Der FSC ist allerdings immer wieder Kritiken von allen Seiten ausgesetzt. Private Waldbesitzer (in Deutschland immerhin 46 Prozent) fühlen sich oft durch die starke Präsenz des FSC bevormundet. Umweltverbände kritisieren, dass die Organisation etwa Plantagen zertifiziert, die sich auf Gebieten zuvor gerodeter Regenwälder befinden, was der FCS allerdings immer wieder bestreitet.

Bild: Ministerin Ulrike Höfken will das FSC-Siegel für Weihnachtsbäume einführen. Fotos: Maddox74/pixabay, Kerstin Bensch/Umweltministerium RLP, Composing: gruuna.com
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Kommentare

23.12.2014 12:45 nurich
ja, das Jahr geht zu Ende und der Etat ist wohl noch nicht aufgebraucht.
den Bioweihnachtsbaum gibt es doch schon der ist nicht mehr wirklich neu. das neue ist doch dann nur das dann zusätzlich eine Zertifizierungsbehörde daran mit kassiert.
da kann man dann den Spruch der Landwirte auch auf Bio ummünzen:
mit Bio ist kein Geld verdient, nur an Bio
23.12.2014 21:44 Nataschka
Um Gottes Willen.
Muss man denn zuerst ein Gutachten erstellen um zu wissen dass die Christbäume meistens hergespritzt sind wie sonst was?
Wir wohnen neben einer Christbaumkultur.
Die spritzen so viel Roundup dass das Gras zwischen den Bäumen nur noch braun und tot ist. Anders würde es mit Shropshire Schafen gehen, die den Bewuchs zwischen den Bäumen herausfressen weil sie nicht gerne an die Nadelbäume gehen.
Alles andere ist Naturzerstörung unter dem Deckmantel der Nächstenliebe.
Aber wieviel Geld muss immer verbraten werden von unseren Sesselwissenschaftlern?
Würde vielleicht mal helfen, die Kulturen zu besuchen und mal selbst zu schauen?
Dann könnte man sehr einfach aussuchen.
Zerstörter graubrauner Aufwuchs= kein Bio
Intakter Aufwuchs mit Schafbeweidung=Bio
24.12.2014 16:28 Kone
@Natascha Man könnte das Gras doch auch einfach mähen!
24.12.2014 19:42 Nataschka
Kone schrieb:
@Natascha Man könnte das Gras doch auch einfach mähen!

Das wäre einfach auch eine Idee, wird aber leider in den mir bekannten Kulturen wehen Hanglage nicht gemacht. Schade.
24.12.2014 21:17 Kone
Nataschka schrieb:
Das wäre einfach auch eine Idee, wird aber leider in den mir bekannten Kulturen wehen Hanglage nicht gemacht. Schade.


Die Hanglage ist nun wirklich kein Argument. Mit der Motorsense kommt man überall hin.
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