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Der gruuna-Blog

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Dorflaen
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27.01.2015, 11.46 Uhr

Erfolgreich zum eigenen Dorfladen

Dorfläden sind zum einen wichtiger Bestandteil des ländlichen Lebens geworden, können andererseits aber auch ein zweites Standbein für Landwirte sein. Das Thünen-Institut hat eine Broschüre gestaltet, in der Tipps zur Gründung eines Dorfladens gegeben werden. Herausgeber ist das Bundesumweltministerium (BMUB).

Grundlage für die praxisnahe Broschüre waren Erkenntnisse aus einer Studie, in der die Wissenschaftler des bundeseigenen Instituts 100 Betreiber von kleinflächigen Nahversorgungsbetrieben befragt und deren Erfahrungen ausgewertet haben. Ob kleinflächige Filialkonzepte von Lebensmittelgroßhändlern, Multifunktionseinrichtungen, die neben Lebensmitteln auch Dienstleistungen wie Post- und Bringdienste anbieten, Bürgerläden oder Integrationsmärkte. Auf alle Optionen sind die Forscher in ihren Ausführungen eingegangen. Konzepte stationärer Nahversorgungseinrichtungen würden seit Längerem in unterschiedlichen Größen und Organisationsformen in kleinen und größeren Orten umgesetzt. Ergänzend dazu gäbe es mancherorts Angebote, die die Ware zum Kunden bringen. Insbesondere mobile Versorger und Lieferdienste stünden in Konkurrenz zu den Kleinflächenkonzepten, heißt es aus dem Thünen-Insitut. Mit Beispielen aus der Schweiz und den Niederlanden zeigen die Wissenschaftler allerdings auf, dass die stationären und mobilen Angebote auch gut miteinander kombinierbar sind.

Individuelle Konzepte notwendig
„Ein gut funktionierendes Konzept ist jedoch nicht auf jeden Ort übertragbar. Die individuellen örtlichen Gegebenheiten entscheiden mit darüber, ob ein Laden erfolgreich ist“, sagen Winfried Eberhardt und Dr. Patrick Küpper, wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut. Standort, Ortsgröße und die Zahl der Einwohner, die den Laden zu Fuß erreichen können, aber auch die Art des Warenbezugs, die Angebots- und Sortimentsgestaltung seien wichtige Erfolgsfaktoren. Neben der Versorgungsfunktion spiele auch die soziale Funktion des Ladens als Kommunikationsort und lokaler Identifikationspunkt eine wesentliche Rolle, so die Forscher weiter.

Die Autoren der Broschüre wollen einen Anstoß geben, die Nahversorgung in ländlichen Räumen zu sichern. Bundesweit hat sich die Zahl der Lebensmittelgeschäfte von 1990 bis 2000 halbiert. In Orten unter 5.000 Einwohnern, die für die großen Lebensmittelketten wenig interessant sind, fehlen häufig entsprechende Angebote.

Die Broschüre kann auf der Website des BMUB kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

Foto: Hartmut910/pixelio.de
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