Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Der gruuna-Blog

(440 Einträge)

Rundfunkbeitrag
250 mal angesehen
26.02.2015, 14.13 Uhr

So viel Rundfunkbeitrag müssen Landwirte zahlen

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio schreibt zurzeit verstärkt Landwirte an. Man will Geld. Doch wie viel müssen Landwirte bezahlen? Zwischen Voll- und Nebenerwerbslandwirten wird nicht unterschieden.

Seit dem 1. Januar 2013 heißt die Rundfunkgebühr Rundfunkbeitrag. Mit der Umbenennung hat sich auch für landwirtschaftliche Betriebe einiges geändert. Der zu zahlende Betrag richtet sich nicht mehr nach der Anzahl der bereitgestellten Rundfunkgeräte, sondern nach der Anzahl der sozialversicherungpflichtigen Beschäftigten und der beitragspflichtigen Fahrzeuge. Auch Gästezimmer und Ferienwohnungen sind natürlich relevant, genauso, wie die Anzahl der Betriebsstätten.

Auch Ställe werden gezählt
Man bezahlt pro Betriebsstätte. Als solche werden Wirtschaftsgebäude (Haupt- und Nebengebäude) gezählt, die sich auf einem Grundstück oder mehreren zusammenhängenden Grundstücken befinden. Sind die Grundstücke örtlich getrennt, auch wenn es nur 100 Meter sind, müssen beide mit den entsprechenden Indikatoren berechnet werden. Dazu zählen auch Ställe. Gebäude, die als Lagerraum dienen, wie etwa Scheunen, werden nicht berechnet.

Beschäftigte ergeben Beitragsstaffel
Aus der Anzahl der Beschäftigten lässt sich ableiten, in welche Beitragsstaffel jede Betriebsstätte einzuordnen ist. Es werden Voll- und Teilzeitmitarbeiter gezählt, auch wenn es sich um Familienmitglieder handelt. Ausländische Saisonarbeiter werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Die Zahlen ab Beitragsstufe 5 haben wohl eher hypothetischen Charakter.

Staffel 1: bis 8 Mitarbeiter | 5,99 EUR/Monat (1/3 Beitrag)
Staffel 2: 9 –19 Mitarbeiter | 17,98 EUR/Monat (1 Beitrag)
Staffel 3: 20 – 49 Mitarbeiter | 35,96 EUR/Monat (2 Beiträge)
Staffel 4: 50 – 249 Mitarbeiter | 89,90 EUR/Monat (5 Beiträge)
Staffel 5: 250 – 499 Mitarbeiter | 179,8 EUR/Monat (10 Beiträge)
Staffel 6: 500 – 999 Mitarbeiter | 359,6 EUR/Monat (20 Beiträge)
Staffel 7: 1.000 – 4.999 Mitarbeiter | 719,2 EUR/Monat (40 Beiträge)
Staffel 8: 5.000 – 9.999 Mitarbeiter | 1438,4 EUR/Monat (80 Beiträge)
Staffel 9: 10.000 – 19.999 Mitarbeiter | 2157,6 EUR/Monat (120 Beiträge)
Staffel 10: ab 20.000 Mitarbeiter |3236,4 EUR/Monat (180 Beiträge)

Betriebliche Fahrzeuge
Auch die betrieblichen Fahrzeuge spielen eine Rolle. Dabei werden auch die berechnet, die nur von Zeit zu Zeit betrieblich genutzt werden. Wenn ein Betriebsinhaber beispielsweise privat einen Pickup fährt, mit dem er öfters etwas für den Betrieb transportiert, ist das Auto schon im Beitrag gefangen. Ein Fahrzeug pro Betriebsstätte ist allerdings beitragsfrei. Für jedes weitere Kraftfahrzeug fällt ein Drittelbeitrag von 5,99 Euro monatlich an. Für Zugmaschinen der Fahrzeugklasse T fallen „in den meisten Fällen“, wie es heißt, ebenfalls keine Rundfunkgebühren an.

Gästezimmer und Ferienwohnungen
Unterkünfte für Urlauber werden ebenfalls berücksichtigt. Wobei das erste Zimmer oder die erste Ferienwohnung pro Betriebsstätte beitragsfrei ist. Für jede weitere Unterkunft ist, wie bei den Fahrzeugen auch, der Drittelbeitrag von 5,99 Euro pro Monat zu bezahlen.

Hofladen
Wenn im Hofladen selbst erzeugte Produkte verkauft werden, zählt dieser zur Betriebsstätte und es ist somit kein gesonderter Rundfunkbeitrag zu entrichten. Das gilt auch, wenn neben den eigenen Produkten auch fremde verkauft werden. Sind im Laden jedoch nur fremde Produkte zu finden, zählt er als eigene Betriebsstätte, für die ein gesonderter Beitrag zu zahlen ist.

Weitere Informationen finden Sie in einem PDF auf der Webseite des Beitragsservice.

Foto: Michi Jo Standl
__________________________________________________
Hier geht es zu gruuna:
gruuna Der Landwirtschaftsmarkt im Internet, besuche auch unseren gruuna-Blog, mit weiteren landwirtschaftlichen Themen und unsere Facebook-Seite. Auf Google+ findest du uns hier. Auch in Twitter sind wir vertreten.
Anzeige

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

27.02.2015 21:58 Notill
Wenn man bedenkt, dass diese Zwangsgelder dann gegen uns verwendet werden. Und mit ideologischen 'Reportagen und Gesprächsrunden' Hetze gegen uns gemacht wird, könnte man kotzen.
Wenn man bedenkt dass es mal zur Finanzierung einer 'unabhängigen und objektiven Berichterstattung' gedacht war, sehe ich in unseren Behördensendern genug Gründe um diese Gelder ersatzlos zu streichen.
Tipp für iPhone-Benutzer: Du kannst alle Kommentare durchblättern, indem du zwei Finger zum Scrollen verwendest.
Anzeige
Zum Seitenanfang