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Der gruuna-Blog

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Schwein im Kleegras
132 mal angesehen
28.03.2015, 10.33 Uhr

Totale Mischration für Schweine?

Die in der Milchviehhaltung übliche totale Mischration (TMR) scheint auch in der ökologischen Sauenhaltung zu funktionieren. Das haben Wissenschaftler der Uni Kassel in einer Studie herausgefunden.

Wie der aid Infodienst meldet, haben die Forscher Fütterungsversuche mit 69 tragenden Sauen durchgeführt. Die Tiere waren dabei in drei Gruppen unterteilt: Die sogenannte Kontrollgruppe erhielt ausschließlich Kraftfutterrationen, die zweite Gruppe Kraftfutter in Kombination mit Kleegrassilage, welche die Sauen nach belieben aufnehmen konnten, und die dritte Gruppe eine TMR aus Kraftfutter und Kleegrassilage im Verhältnis 3:1.

Die Tiere der beiden Versuchsgruppen wiesen gegenüber der Kontrollgruppe keine Unterschiede bezüglich Körperkondition und Reproduktionsleistung auf. Sauen, die eine TMR erhielten, verbrachten zudem signifikant mehr Zeit mit der Futteraufnahme als die Tiere der Kontrollgruppe und zeigten darüber hinaus längere Ruhephasen. Die Futtervorlage einer TMR erforderte im Vergleich zur Standardfütterung in der Kontrolle keinen höheren Zeitaufwand. In der anschließenden Laktationsphase nahmen die Sauen aller drei Gruppen vergleichbare Kraftfuttermengen auf.

Laut der Forscher brächte diese Fütterungsart zwar Vorteile aber auch Nachteile. Die TMR-Fütterung erfordert weniger Anbaufläche und geringeren Arbeitsaufwand für die Produktion der Kleegrassilage im Vergleich zur Variante mit kombinierter Fütterung. Als Nachteil der TMR-Variante werden vor allem Kosten durch die Anschaffung eines Futtermischwagens genannt.

Der Mehraufwand für eine TMR mit Kleegrassilage liege bei dem untersuchten 70-Sauen-Betrieb bei 96 Euro jährlicher Mehrbelastung pro Sau. Dennoch sprechen die Wissenschaftler eine Empfehlung für diese Fütterungsmethode aus, vor allem was Leistung, Arbeitsaufwand und Tierverhalten betrifft. Die zusätzlichen Kosten, die für kleinere Betriebe höher sind als für Großbetriebe, müssten allerdings noch weiter reduziert werden, um das Verfahren für die Praxis attraktiv zu machen.

Foto: BLE/Dominic Menzler
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Kommentare

28.03.2015 15:26 nurich
vllt sollte man zu dem beitrag ein anderes Bild einsetzen. Vermittelt irgendwie den eindruck, wenn hier die Fütterung in ordnung ist liegt wohl was anderes im argen
29.03.2015 18:55 gruuna
nurich schrieb:
vllt sollte man zu dem beitrag ein anderes Bild einsetzen. Vermittelt irgendwie den eindruck, wenn hier die Fütterung in ordnung ist liegt wohl was anderes im argen


Ist ein reines Symbolbild. Zum Artikel: Das ist keine Meinungsmache. Hier wird darüber geschrieben, was die Wissenschaftler getestet und welche Vor- und Nachteile sie als Fazit gezogen haben.
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