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Grüne Revolution

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10.04.2015, 23.16 Uhr

Zum 200hundersten Jahrestag

Am 11ten April vor 200 Jahren betrug die Höhe des Vulkanbergs Tambora der auf der auf der indonesischen Insel Sumbawa liegt ca. 2800 Meter. Eigentlich keine spektakuläre Meldung .
Spektakulär wird sie jedoch dann wenn man bedenkt das dieser Vulkanberg am 10 April 1815 noch eine Höhe von 4300 Meter hatte. Über Nacht sprengte der Vulkanausbuch 1500 Meter Gesteinsmassen weg und stieß im gesamten ca. 140 Milliarden Tonnen Lava und Gestein aus. Der Ausbruch hatte aber nicht nur fürchterliche regionale Auswirkungen (ca. 100.000 Toten) sondern produzierte eine massive Staubwolke welche bis zu 40.000 Meter hoch in die Stratosphäre stieg und verteilte sich um die Erde.

Doch weshalb ist dieses singuläre Ereignis so interessant? Kann wirklich eine so massive Naturkatastrophe die "Welt" ändern?
In unserer heutigen Welt hätte so ein Ereignis wahrscheinlich nicht so drastische Auswirkungen.
Doch wenn man bedenkt das damals die Jahre zuvor schon nicht die besten Ernten ermöglichten und sich viele Teile der Welt in einem massiven Umbruch befanden dann schon.

Die Auswirkungen dieser folgenden Hungerjahre kann man meines Erachtens am besten mit der 0ten Grüne Revolution umschreiben.
Denn dadurch wurden viele erneut bewusst das die bisherige Landwirtschaft eher einem Lottospiel glich.
Aber eine vernünftige wirtschaftliche Entwicklung kann nur durch eine zuverlässige Landwirtschaft sichergestellt werden. Ohne eine gesicherte Nahrungsversorgung wäre auch eine Industrielle Revolution nicht möglich gewesen.
Deshalb kann man diesen Zeitpunkt - 10 April 1815 - als Beginn der systematischen Untersuchung und Optimierung landwirtschaftlicher Produktionsmethoden nennen.

Aber nicht nur relativ einfache Methoden wie die Stallfütterung etablierte sich.
Auch eine bessere bzw. überhaupt eine vernünftige Düngung wurde u.a. aufgrund des von Carl Sprengel veröffentlichte und später von Justus von Liebig popularisierte Minimumgesetz ermöglicht.
Die Einführung neuer Nutzpflanzen sowie die Etablierung einer systematische Pflanzenzüchtung waren erst nach dem Jahr 1815 weiträumiger in Europa und den USA zu finden. Analog verhält es sich bei den Nutztieren.

Selbst die traditionellen Bauerngärten bzw. bürgerliche Gärten sind erst deutlich später belegt.

Wenn also heute so ein massiver Vulkanausbruch das Weltklima für mehrere Jahre beeinflussen würden dann würde es sicher auch stärkere Einschränkungen geben.
Doch vor allem Aufgrund einer modernen Landwirtschaft und der dadurch gesicherten Versorgung mit den qualitativ hochwertigsten Nahrungsmittel seit Menschengedenken würden die folgenden Jahren wahrscheinlich nicht als "zwanzighundertunderfroren" in die Geschichte.
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HorstHuber

HorstHuber

Alter: 37 Jahre,
aus Arlington
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