Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche

Der gruuna-Blog

(440 Einträge)

Polizei
213 mal angesehen
16.04.2015, 11.58 Uhr

Polizei warnt weiterhin vor Landmaschinen-Betrügern

Seit einigen Jahren versuchen Betrüger, deutsche Landwirte mit dubiosen Zeitungsinseraten abzuzocken. Die Masche: Es wird für extrem „günstige“ Landmaschinen geworben, die es allerdings nicht gibt – per Vorabüberweisung. Inzwischen hat die Polizei eine Sonderkommission eingerichtet.

Bereits 2013 tauchte die miese Betrugsmasche auf. Die bislang Unbekannten bieten in Inseraten in landwirtschaftlichen Fachzeitschriften, aber auch in Tages- und Wochenzeitungen, Landmaschinen weit unter dem Marktwert an. „Der Kontakt erfolgt dann per E-Mail“, weiß Polizeihauptkommissar Friedrich Bezikofer, Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz (Baden-Württemberg), auf gruuna.com-Anfrage.

Denn im oberschwäbischen Pullendorf gelangte einer der jüngeren Fälle zur Anzeige. Ein Landwirt ist im Januar auf eine Anzeige in einer Tageszeitung gestoßen, in der ein neuerer Traktor für 6.000 Euro angeboten worden ist. Der ahnungslose Mann nahm per E-Mail Kontakt mit den vermeintlichen Verkäufern auf. Diese erklärten sich „großzügig“ bereit, die Hälfte der 600 Euro „Transportkosten“ zu übernehmen. Danach wechselten 6.300 Euro den Besitzer. Der Traktor wurde allerdings nie geliefert, die Anbieter waren danach nicht mehr erreichbar. „Die Täter agieren immer aus dem Ausland“, weiß Bezikofer. „Die angebotenen Fahrzeuge sollen zwar in Deutschland zugelassen sein, sich jedoch im Ausland befinden.“, so der erfahrene Polizist zu den aktuellen Ermittlungsergebnissen.

Ein jüngerer Fall ist auch aus Rheinland-Pfalz bekannt. In einem Wochenblatt, das an die Haushalte im Landkreis Birkenfeld verteilt wird, ist eine Anzeige erschienen, in der ein Deutz-Schlepper, Baujahr 2010, weit unter dem Marktwert angeboten worden ist. Auch hier hat ein Interessent Kontakt mit dem vermeintlichen „Verkäufer“ aufgenommen. Dieser hat ihm geantwortet, dass der Schlepper in Finnland stehen würde und hat dabei noch auf die Tränendrüse gedrückt. Er brauche das Geld für die Scheidung, ließ der Betrüger wissen. Der Pfälzer hat zum Glück Lunte gerochen und die Polizei informiert.

Das Geld soll stets über sogenannte Moneytransfer-Gesellschaften wie „Western Union“ oder „Moneygram“ angewiesen werden. Eine Überweisung zu verfolgen ist offenbar nicht möglich, da der Empfänger nicht ermittelt werden könne, wie die Polizei Idar-Oberstein in einer Pressemitteilung zum Birkenfelder Fall schreibt.

Innerhalb der Abteilung für Cybercrime (Internetkriminalität) der Kripo Nürnberg wurde eine Sonderkommission eingerichtet, die sich auf die Fälle, die sich im ganzen Bundesgebiet häufen, konzentriert. Zusammengetragen werden die Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft Ansbach, bei der ein Sammelverfahren gegen Unbekannt besteht.

Bild: Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt. Foto: Foto Hiero/pixelio.de (Symbolbild)
__________________________________________________
Hier geht es zu gruuna:
gruuna Der Landwirtschaftsmarkt im Internet, besuche auch unseren gruuna-Blog, mit weiteren landwirtschaftlichen Themen und unsere Facebook-Seite. Auf Google+ findest du uns hier. Auch in Twitter sind wir vertreten.

Schlagwörter

Bitte gib die Schlagwörter mit Komma getrennt ein.

Kommentare

Zum Seitenanfang