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Der gruuna-Blog

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Spargel
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07.05.2015, 14.22 Uhr

Spargel: Tatsächlich Preisanstieg durch Mindestlohn?

Noch kurz vor der diesjährigen Spargelsaison stand die Angst im Raum, dass die Preise für die bei den Deutschen beliebten Stangen in die Höhe schnellen könnten. Die Ernte läuft, wie sieht es nun aus?

Die durchschnittlichen Großhandelspreise für Spargel sind laut der Marktbeobachtung des Bundesamtes für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) von 2014 auf 2015 zwar gestiegen, doch diesen Anstieg kann man dem Wetter zuordnen, das zu Saisonbeginn des vergangenen Jahres erntefreundlicher war, als dieses Jahr. War der grüne Spargel etwa in der 18. Kalenderwoche 2015 (29. April bis 3. Mai) im Großhandel mit 815 Euro je 100 Kilogramm gelistet, waren es Vergleichszeitraum des Vorjahres 500 Euro – dank gutem Wetter. Wenn man allerdings ein weiteres Jahr zurückblickt, entdeckt man in Vergleichszeitraum 2013 einen Preis von 765 Euro je 100 Kilogramm, also nicht entscheidend weniger, war doch die Wettersituation ähnlich, wie dieses Jahr. Zu Beginn der verhagelten Saison 2012 verzeichneten die Beobachter für 100 Kilogramm 887 Euro je 100 Kilogramm grünen Spargel.

Ähnlich verhält es sich auch beim weißen Spargel. Die helle Sorte war im Vergleichszeitraum 2012 mit 606 Euro je 100 Kilogramm, 2013 mit 744 Euro, im Schönwetterjahr 2014 mit 419 Euro und diese Jahr mit 547 Euro verzeichnet. Alles in Allem keine ungewöhnliche Preisentwicklung.

Trotzdem Vereinfachung notwendig
Der DBV-Bundesauschuss für Obst und Gemüse fordert indessen, nicht nur für Spargelbetriebe, eine praxisorientierte Gestaltung der Aufzeichnungspflicht. Diese umfasse eine Vereinfachung bei der Dokumentation der Arbeitszeiten, die Möglichkeit der Lohnauszahlung zum Beschäftigungsende, gerade für ausländische Saisonarbeitskräfte, sowie eine einfache Anrechnung von Kost und Logis und eine handhabbare Möglichkeit der Verlängerung der Arbeitszeit pro Tag über 10 Stunden hinaus während dringend durchzuführender Erntearbeiten. Bei frischen Erzeugnissen wie Obst und Gemüse gelte es, in den Erntespitzen oder in Abhängigkeit von der Witterung längere Arbeitszeiten pro Tag zu ermöglichen.

Foto: Stefan Merkle/fotolia.com
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