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Der gruuna-Blog

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Biene
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16.05.2015, 09.08 Uhr

Mikrochips sollen Bienen retten

Weltweit verlieren Honigbienen durch Viren in Kombination mit der Milbe Varroa destructor an Widerstandskraft. Ein Forschungsprojekt soll jetzt den dadurch entstehenden hohen Winterverlusten entgegenwirken.

In dem auf drei Jahre angelegten und mit 1,3 Millionen Euro vom Bundeslandwirtschaftsministerium unterstützten Projekt soll eine neue Zuchtmethode bei der Honigbiene etabliert werden, welche die Züchtung widerstandsfähiger Bienenvölker gegenüber der tödlichen Bedrohung deutlich verbessern soll. Realisiert werden soll das Projekt am Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf mithilfe eines modernen DNA-Chips, vergleichbar mit einem Computer-Mikrochip. Auf diesem Chip können zukünftig kleinste Unterschiede im Genom, der Gesamtheit aller Gene, der Bienen aufgespürt und so die möglichen Gründe der unterschiedlichen Widerstandskraft, Leistungsfähigkeit und Sanftmut von Bienen erkannt werden. Ein besonderes Augenmerk liegt aber auf der Verbesserung der Resistenz der Tiere gegenüber der Varroamilbe.

„Die Vitalität und Gesundheit der Bienen sowie ihre Lebens- und Ernährungsgrundlagen zu schützen ist mir ein großes Anliegen“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt anlässlich des Starts eines neuen Forschungsprojekts. Zusätzlich erlaubt das geplante Verfahren auch detaillierte Einblicke in die genetische Vielfalt der einheimischen Honigbiene, was eine wesentliche Grundlage für nachhaltige Zuchtkonzepte ist. „Das Projekt lebt von dem außerordentlich großen Interesse und engen Zusammenarbeit mit der deutschen Imkerschaft an dieser zukunftsweisenden Technologie“, so Schmidt weiter.

Zukünftig können im Rahmen von Zuchtprogrammen Bienen mit besseren Eigenschaften gezielt vermehrt werden, um so zunehmend auf die imkerliche Bekämpfung der Varroamilbe verzichten zu können. Die Forscher hoffen so, die Bienenzucht gezielt voranzutreiben, damit der wertvolle Beitrag der heimischen Bienen auf die Landwirtschaft und Pflanzenvielfalt erhalten bleibt.

Foto: Mellifera e.V.
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