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Der gruuna-Blog

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Stall
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19.05.2015, 13.32 Uhr

Ställe für hornlose Rinder billiger

Gehörnte Rinder oder hornlose? Das muss jeder für sich entscheiden. Allerdings sind Ställe für Tiere mit Hörnern teurer. Das hat laut aid Infodienst das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) herausgefunden.

Laut einer vom KTBL durchgeführten Studie müssen Biolandwirte beim Stallbau für horntragende Rinder mit etwa 10 bis 20 Prozent höheren Kosten rechnen als bei Ställen, die den Vorgaben für unbehornte Herden im Ökolandbau entsprechen.

Die höheren Kosten entstehen der vom „Bundesprogramm Ökolandbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft“ (BÖLN) geförderten Untersuchung zufolge etwa durch breiter angelegte Lauf- und Fressgänge. Auch der Wartebereich muss um ganze 55 Prozent größer sein. Darüber hinaus sollte bei Ställen für behornte Tiere ein großzügiges Tier-Fressplatz-Verhältnis geschaffen werden, bei dem etwa 10 Prozent dieser Bereiche als Reserve einzuplanen sind. Der zusätzliche Raum sei notwendig, damit rangniedere Tiere ausweichen können und das Risiko für Verletzungen bei Auseinandersetzungen sinkt, zitiert aid die KTBL-Experten.

Für die Stallplanung ergibt sich daraus nach den Kalkulationen der Fachleute ein zusätzlicher Flächenbedarf von 30 bis 40 Prozent gegenüber Ställen für hornlose Tiere, je nach Stallmodell und Haltungssystem. Die Experten berechneten die mit den höheren Anforderungen verbundenen Mehrkosten für sechs Stalltypen mit Bestandsgrößen von 42 bis 193 Tieren.

Die Autoren der Studie betonen aber, dass die ermittelten Kosten keine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für einzelne Stallsysteme erlauben wüden, da der Arbeitszeitbedarf nicht berücksichtigt worden sei und dass ein größeres Flächenangebot allein nicht ausreiche, eine artgerechte Haltung für horntragende Rinder zu gewährleisten. Genauso entscheidend, vielleicht sogar wichtiger, seien das Management und vor allem das Handling der Tierhalter. Hintergrund der Studie seien die zunehmenden Anforderungen an das Tierwohl. In der Milchviehhaltung werde vor allem das gängige Verfahren zur Enthornung von Kälbern kritisch gesehen. Angepasste Stallsysteme seien eine Alternative, die einen Verzicht auf das Enthornen ermöglichen. Mittelfristig solle die Züchtung auf Hornlosigkeit das Problem lösen.

Foto: DeLaval
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