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Der gruuna-Blog

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Erde
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30.06.2015, 14.09 Uhr

Bessere Zusammenarbeit bei Tierseuchenbekämpfung

Tierseuchen sind ein globales Problem. MV-Landwirtschaftsminister Backhaus fordert mehr Zusammenarbeit auf internationaler Ebene.

Ob die Afrikanische Schweinepest oder die Vogelgrippe: Tierseuchen kommen aus fernen Ländern nach Deutschland. Vor Grenzen machen sie nicht Halt. Der mecklenburg-vorpommersche Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) hat auf einer Delegationsreise der Landesregierung in das sogenannte Leningrader Land das Thema angeschnitten. „Die Vogelgrippe und die Afrikanische Schweinepest sind derzeit die größten Herausforderungen für die Tierseuchenbekämpfung weltweit“, sagte der Minister in St. Petersburg. „Die dramatische Lage der Geflügelpest in den USA können wir bis nach Mecklenburg-Vorpommern spüren, daher werbe ich hier für bessere Kooperation und Kommunikation“, so Backhaus weiter.

14 Bundesstaaten der USA sind aktuell von den Geflügelpestvarianten H5N8 und H5N2 betroffen. Teilweise musste sogar der Notstand ausgerufen werden. Insgesamt sind in Übersee bisher 223 Haltungen betroffen und 48,1 Mio. Stück Geflügel mussten getötet werden. „Das sind dramatische Zahlen, die zeigen, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern beim letzten Fall verhältnismäßig großes Glück hatten. Man muss sich aber auch vergegenwärtigen, dass es in den USA ganz andere Haltungsbedingungen gibt.“, so Backhaus.

Auswirkungen auf europäischen Markt
Nicht nur, dass im Falle eines Zustandekommens des Freihandelsabkommens mit den USA die Gefahr zunimmt, Krankheiten nach Europa einzuschleppen, die drastische Situation jenseits des großen Teiches hat jetzt schon Auswirkungen auf den europäischen Markt. Ihre Verluste von Geflügel und Eiern gleichen die Vereinigten Staaten mit Ankäufen aus Europa, vor allem aus den Niederlanden, aus. Diese Produkte fehlen auf dem europäischen Markt, was Preisanstiege zur Folge hat. In Deutschland zog der Preis für 100 Eier der Gewichtsklasse M im Discountbereich um 9,2 Prozent gegenüber 2013 an. „Diese Entwicklung wird vorerst nicht enden und die Verbraucher müssen sich wohl oder übel auf höhere Preise bei Ei- und Eiprodukten einstellen“, so Backhaus.

Schweinepest nicht gedämmt
Die Afrikanische Schweinepest kursiert bereits seit Jahren an der östlichen Grenze der Bundesrepublik, vor allem in Polen und den baltischen Staaten. Einen zugelassenen Impfstoff gibt es derzeit noch nicht. Backhaus appeliert deshalb an Reisende und Saisonarbeiter, nur einwandfreie Lebensmittel aus den betreffenden Staaten nach Deutschland mitzunehmen. Der Minister nutzte den Aufenthalt in St. Petersburg auch, um bei den russischen Vertretern für eine bessere Abstimmung und einen schnelleren Informationsfluss im Falle von Tierseuchen zu werben.

Illustration: Geralt/pixabay.com
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