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dlzUNTERWEGS: Niederlande

Schweinehaltung in den Niederlanden (3 Einträge)

Schinkenwurst Abferkelstall von oben Fragen an Gerbert Oosterlaken
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07.10.2015, 08.14 Uhr

Tag 2: Vom frei sein

"Komm Schweine schauen" - mit dieser Aufforderung laden niederländische Schweinehalter auf ihre Höfe ein. Wir waren so frei und kamen dieser Aufforderung gerne nach. Kaum angekommen auf dem Betrieb von Gerbert Oosterlaken schüttelten auch die letzten ihre Müdigkeit ab und zückten Kameras oder Handys. Kein Wunder: Die vielen großen Fenster geben Einsichten in jeden Bereich der Sauenhaltung. So dauerte es eine Weile, bis alle - versorgt mit Kaffee oder Tee - auf den Plätzen saßen und den interessanten Ausführungen von Gerbert Oosterlaken zu seiner Philosophie folgten: Er ist Verfechter des freien Abferkelns und scheut auch nicht den Vergleich zu menschlichen Geburten. Was genau es mit diesem Vergleich auf sich hat? Das könnt Ihr in einer unsere nächsten Ausgaben von dlz primus Schwein lesen!
Für Gesprächsstoff und reichlich Nachfragen sorgt auch die Bodenfütterung in allen Produktionsabschnitten. Für Gerbert Oosterlaken liegen die Vorteile auf der Hand: Sie ist einfach und sauber - wenn die Futtermenge gut auf die einzelnen Sauen abgestimmt ist. Auch die Futterverluste sind dann sehr gering. Der größte Vorteil ist aber, dass die Sauen den Ferkeln das Fressen beibringen.
Noch mitten in der spannenden Diskussion mussten Anne und ich leider wieder das imaginäre Treibebrett einsetzen, um pünktlich in Sterksel, unserem nächsten Besichtigungspunkt zu sein.
Im Schweine-Innovationscenter Sterksel begrüßte uns Nienke Dirx - Kuijken. Von ihr erfuhren wir, wie Forschung in den Niederlanden funktioniert. So gibt es beispielsweise keine staatliche Förderung. Alles muss über die Forschungsaufträge finanziert werden. Dann ging es auch schon auf den Stallrundgang. Fast, denn davor steht das Einduschen: Zwölf Männer und zwei Frauen die sich - natürlich nacheinander - fünf einzelne Umkleide- und Duschkabinen teilen... Ein großer Spaß, bis alle die Seite gewechselt haben.
Zurück im Hotel - noch zwei sehr spannende Vorträge von Herbert Heger, Boehringer Ingelheim und Uwe Petersen, Topigs Norsvin. Auch hier war ein Schwerpunkt die Verbesserung von Tiergesundheit und damit auch Tierwohl.
Schließlich ließen wir den Abend in Eindhoven ausklingen. Auf dem Weg dorthin war unser Busfahrer Heinz dann noch so frei, mal zu zeigen, was alles in seinem kleinen Reisebus steckt: Er warf bei einer weitern Schmachtmonzette die Lichterorgel an.
Vom rot-blau-grünem Lichterspiel mussten wir uns alle bei einem weiteren, vorzüglichen Festmahl erstmal erholen. Auch dort hatten wir die freie Wahl: Fisch? Rind? Oder doch lieber Schwein? Die Schweinehalter entschieden sich auf jeden Fall mehrheitlich dafür, ihre argentinischen Berufskollegen zu unterstützen

Viele Grüße
Martina Hungerkamp
offline

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