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692 mal angesehen
21.12.2007, 08.54 Uhr

Olgas Dorf

so,nun mal wieder bissl weiterschreiben,hab grade zeit und lust.
am nächsten tag gings weiter richtung smolensk,ganz nobel mit nen wolga,russischer mercedes. aufgrund meines gewichtes hatten wir permanete schräglage,ich sass praktisch auf der strasse, die gottseidank einigermassen eben war. da wir einen tag frei hatten wurde beschlossen die eltern unser dolmetscherin zu besuchen ,wohnhaft direkt an der grenze zu weissrussland.
gegen mittag ankunft, in einen typisch russischen dörfl,weitab von jeder normalen strasse, die letzen km warn einfach ne fahrt querfeldein,jeder bahnt sich seinen weg wie er grade will . grosses hallo bei der ankunft, selten so freundlich aufgenommen worden . und natürlich sofort zum essen gesetzt,es wurde aufgefahren was küche und keller hergaben udn da swar nich wenig. diese ganzen dorfbewohner sidn mehr oder weniger eigenversorger, alle haben nen kleines grundstück,meist so halbes ha rum ,auf dem intensivste lw betrieben wird, gemüse obst kartoffeln, rüben ,bissl getreide. von diesen ertrag lebt die ganze familie,plus verwandtschaft in der stadt, gehalten werden meist noch ne kuh und paar schweine dazu.
während des essens wurden meine sprachkenntnissse drastisch besser,mit jeden glas wodka wurde meine aussprache fliesender. dazu kam ,das ich furchtbar bemuttert wurde,sowohl von olga als auch deren mutter. zb bekamm ich immer als erstes das essen , den gössten brocken , das leckerste stück. haben sich schon meine mitreisenden damen beschwert,weil dies zog sich eigentlich durch die ganze reise, muss aber gestehn ,gefiel mir.
meine gattin war aber darüber nicht so begeistert ,sie meinte ich hätte mich n den drei wochen vom macho zum supermacho entwickelt.
nach dem essen war verdauung angesagt, wir wollten unbedingt da s d orf erkunden .auf staubigen wegen gings los,alles war alt und marode,aber erstaunlich gepflegt. ruinen warn nur das gemeindehaus,seit zusammenbruch der udssr nicht mehr genutzt,davor der grösste prachtbau. interessant war ach der brunnen für uns, das ganze dorf holt sich daraus noch wasser. elende schlepperei besonders fürs vieh. noch dazu verseucht mit schwermetallen ,die dörfler versuchen da swasser abzukochen ,was abe rnatürlich nichts hilft.
besuch in olgas ehemalige rschule ,davor nen riesen haufen kohle,der nun übern winter als feuerung dient ,müssen die kinder dafür sorgen. als highlight dann besichtigung der örtlichen kolchose. allein schon der zugang ,ein schlammloch neben den andern ,spurrinnen von 40 ,50 cm tiefe. dorten angekommen standen 800 kühe in vier ställen ,knochengerippe, mieses futter ,dreck , schlamm, einfach fuchtbar.
gearbeitet wurde auch ,und zwar wurde mist gefahren . dazu gabs zwei systeme,einer schob mit einer schubraupe den mist einfach ins angrenzende feld und dort bleibt er liegen ,die wiese war aufgrund der kleinen häufchen eigentlich nicht mehr bewirthschaftbar. einer lud den mist auf hänger,den wiederum ein anderer wegbrachte. bezeichned war dabei,es warn drei leute ,immer nur jeweils einer arbeitete,der rest stand beratend zu rseite. der kipper mit den mist wurde dann weit weg auf wiese gekippt, auf einen berg der einfach riesig war,wir rätseleten lange ob das nicht wirklich nen echter hügel wäre. . im gespräch mit den kolchisarbeitern stellte sich dnan heraus,di ekolchose bewirtschaftetet gerad enoch mal 400 ha,der rest liegt brach,ihrer ansicht nach unrentabel. das waren alles beste böden, noch dazu gabs da auch niederschlag. kaum wieder daheim bei olga vorsetzung von essen ,angefangen von tee ,der dann nahtlos ins abendessen überging. da wurde da nicht nur wodka getrunken ,da wurde dann richtig gesoffen . besonders highlight war ne flasche blutwurz,die ich aus bayern mitbrachte,davon gabs aber nur kostproben,hauptsächlich gabs ebebn wodka und irgendnen kräuter namens balsam oder so ähnlich ,auf jeden fall wars furchtbares gesöff.
die nacht war aber dank genügend alkohol im blut in viel zu kleinen bett einigermassen gut, wach wurdde man am nächsten tag auch ,als man sich mit eiskalten wasser wusch .
weiter gings richtung smolensk, sehr nobel in papas benz ,nen uralten 200er,d e r l ief wie ein uhrwerk.zu smolensk mehr beim nächsten mal .

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Kommentare

21.12.2007 17:00 MichaelKopka
klingt fast nach alkoholiker paradies!!
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