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Seltene Nutztierrassen

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Schwarzes Bergschaf - Sieger der Prämierung Ramsnase eines Braunen Bergschafes Murnau-Werdenfelser Siegerin der Mutterkühe
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20.01.2017, 14.21 Uhr

Tierprämierung im Freilichtmuseum Glentleiten

Am Sonntag, dem 24. April 2016 fand im Freilichtmuseum Glentleiten (Lkr. Garmisch-Partenkirchen) der „Große Auftrieb“ statt. Neben der schon traditionellen, jährlichen Bergschafprämierung der ARGE Braunes, Schwarzes und Geschecktes Bergschaf wurde nach 58 Jahren erstmals wieder eine Rasseschau der Murnau-Werdenfelser Rinder mit Prämierung durchgeführt. Trotz des schlechten, kalten, mit Schneeschauern durchsetzten Wetters an diesem Tag, ließen es sich viele Züchter der Bergschafrassen und der Murnau-Werdenfelser nicht nehmen, an der Ausstellung teilzunehmen. Die Besucherzahl war zwar, wohl wegen des schlechten Wetters, geringer, aber doch gut. Sogar eine internationale Besuchergruppe der DAGENE („International Association for the Conservation of Animal Breeds in die Danube Region“ mit Sitz in Budapest, Ungarn) lies es sich nicht nehmen, nach ihrer vortägigen Jahrestagung in Bayern, das Freilichtmuseum und die beiden Tierschauen zu besichtigen.

Bergschafprämierung

Bei der Bergschafprämierung stellten dieses Jahr 27 Züchter die Rekordzahl von über 160 Bergschafen aus. Dies zeigt auch, dass die Anerkennung und der Zuspruch der Züchter zu diesen ursprünglichen Rassen der Bergregionen weiter am Steigen begriffen ist. Außerdem wurden noch die Rassen Krainer Steinschaf, Alpines Steinschaf und Walliser Schwarznasenschaf ausgestellt und prämiert.
Die Bergschafe wurden in einzelnen Klassen gerichtet und dann für jeden Farbschlag einzeln ein Gesamtsieger festgestellt. Aus den Gesamtsiegern wurden die Bayernchampions 2016 gewählt. Bei den Braunen Bergschafen wurde ein junges Mutterschaf von Josef Pirchmoser Gesamtsieger und Reserve-Bayernchampion. Gesamtsieger der gescheckten Bergschafe wurde ein Bock von Monika Lochner. Bei den Schwarzen Bergschafen konnte sich ein Bock von Georg Schlickenrieder durchsetzen, der auch zum Bayernchampion 2016 ernannt wurde. Josef Pirchmoser und Georg Schlickenrieder erhielten für ihre züchterischen Leistungen auch eine Ehrenmedaille des Bayerischen Landwirtschaftsministerium.
Für ihre über alle Klassen herausragend abgeschnittenen Gescheckten Bergschafe erhielt Monika Lochner einen 1a-Preis und wurde Gruppensiegerin.
Für die Nachwuchszüchter fand noch ein Jungzüchtercup statt, in dem die Teilnehmer Schafe präsentieren mussten und die Fragen der Richter zu beantworten hatten.

Rasseschau der Murnau-Werdenfelser

Erstmals nach über 50 Jahren konnte durch den Zuchtverband für Murnau-Werdenfelser Vieh und den Förderverein Murnau-Werdenfelser wieder eine Rasseschau dieser gefährdeten Rasse durchgeführt werden. In den letzten Jahren hat die Rasse durch neue, gute Absatzmöglichkeiten einen erheblichen Aufschwung genommen. Der Landrat des Landkreises begrüßte die Züchter und wies darauf hin, dass man mit der Milch der Rasse in der Schaukäserei Ettal eigens einen Murnau-Werdenfelser Käse herstellen will.
In verschiedenen Klassen wurden etwa 50 Tiere von 25 Züchtern, von Jungrind bis zur Altkuh, Mutterkühe, Ochsen und Stiere gerichtet. Aus den Siegern der einzelnen Klassen wurden schliesslich die Champions ermittelt. Neben einigen Ochsen war aber nur ein einziger Jungbulle ausgestellt.
Champion der mittleren Kuhklassen wurde Leone von Josef Jais, eine Tochter des Besamungsbullen Notar. Der Bulle Notar, der aus dem früheren Zuchtprogramm des Verbandes mit Tarentaise stammt, konnte an diesem Tag insgesamt vier Klassensiegerinnen in den Jungrind- und jungen Kuhklassen stellen. Damit zeigt er, dass er in seiner Exterieurvererbung überzeugen kann und hier einen positiven Einfluss auf die Rasse hat.
Champion der alten Kühe wurde die 6. Kalbskuh Britta von Maria Mangold, die auch eine Züchtermedaille in Silber erhielt. Bei den Mutterkühen wurde die Kuh Viola, vorgestellt mit Kalb, von Peter und Rita Rieblinger, Champion. Bei den Züchtersammlungen konnte wiederum Georg Schlickenrieder mit seiner Kuh Rosina und ihren beiden Töchtern Regula und Rosa, die Vollschwestern sind, glänzen. Er hatte bereits bei den Bergschafen den Bayernchampion gestellt.
Die Qualität dieser Schau zeigt, dass man auch in einer gefährdeten Rasse mit begrenzter Tierzahl hervorragende Tiere ausstellen kann. Es bleibt zu hoffen, dass die positive Entwicklung der Rasse in den nächsten Jahrzehnten auch so weitergeht.
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