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Seltene Nutztierrassen

(30 Einträge)

Deutsches Reichshuhn Hennen, weißschwarz-columbia Deutsches Reichshuhn Hahn, weißschwarz-columbia Deutsches Reichshuhn Gruppe, birkenfarbig
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24.06.2019, 19.50 Uhr

Das Deutsche Reichshuhn

Allein der Name „Deutsches Reichshuhn“ für eine Hühnerrasse mag schon manche erschrecken. Aber weder der Name noch die Rasse haben jetzt oder ursprünglich mit rechter oder radikaler Gesinnung zu tun. Allerdings gibt es Menschen und Unternehmen, die wegen des Namens dieser Hühnerrasse weder die Zucht noch die Vermarktung unter dieser Bezeichnung durchführen wollen.

Zuchtgeschichte

Die meisten heute vorhandenen Haustierrassen entstanden vor oder um 1900. Dies war sowohl bei den Großtieren als auch bei den Kleintieren, wie Hühnern, ähnlich. So entstand das „Deutsche Reichshuhn“ aus der Idee, eine leistungsfähige Hühnerrasse für das ganze damalige Deutsche Reich zu züchten. Ausgangsrassen waren Hühnerrassen, die bereits damals als hochwertig galten. Für die damalige Wirtschaftsweise war es notwendig, dass die Hühner sowohl eine gute Legeleistung hatten als auch, dass die Suppenhennen und überzähligen Hähne noch ausreichend gutes Fleisch liefern konnten. Die Rasse wurde somit von Beginn an als Zweinutzungshuhn gezüchtet. So wurde die Rasse zuerst 1907 auf Ausstellungen gezeigt und schließlich 1908 als Rasse anerkannt.
Die Rasse erhielt zwar ausreichend Zuspruch, aber konnte sich trotzdem nicht so durchsetzen, wie vom Züchter erhofft. Als dann in den 1950er Jahren die Geflügelzucht in Deutschland einen starken Wandel durch den Einsatz von Legehybriden unterlag, konnte sich diese Rasse ebenfalls nur noch in der Rassegeflügelzucht für Ausstellungen halten.

Aktuelle Situation

Die Rasse wird heute in den Farbschlägen weiß, weißschwarz-columbia, gelbschwarz-columbia, gestreift, rot, schwarz, silber-schwarzgesäumt, gold-schwarzgesäumt und birkenfarbig gezüchtet, wobei die Farbschläge gestreift, rot, weiß und weiß-schwarzcolumbia die ursprünglichen sind, weil schon vor 1930 gezüchtet.
Der Standard schreibt von 180 Eiern im ersten Legejahr und 140 im zweiten Jahr, die rahmgelbschalig mit einem Mindestgewicht von 55 g sind. Da bei den meisten Züchtern Aufzeichnungen fehlen, ist nicht klar, ob diese Leistungen heute erreicht werden.
Das Gewicht des Hahnes liegt bei 2,5 bis 3,5 kg, das der Henne bei 2 bis 2,5 kg. Aber es existiert auch eine leichtere Zwergform, die einen zusätzlichen Farbschlag rost-rebhuhnfarbig besitzt. Die Tiere haben einen feinen Rosenkamm und sollen einen „backsteinförmigen“ Körper haben. Aufgrund der Herkunft ist die Rasse gut für die Freilandhaltung, auch bei Hobbyhaltern, geeignet. Der schwache Bruttrieb muss aber dabei beachtet werden.
Im Jahre 2013 existierten in Deutschland 293 Hähne und 1.297 Hennen der Rasse in verschiedenen Farbschlägen, die Zahl der Tiere ist dabei in den letzten Jahren weitgehend konstant geblieben. Deshalb wird die Rasse aktuell in die Kategorie II (stark gefährdet) auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen geführt. Die Zwergform wird nicht als gefährdete Rasse geführt, weil diese erst nach 1930 erzüchtet wurde.

Link zum Sonderverein der Deutschen Reichshuhn-Züchter: [www.reichshuhn.de]
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